Zange

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Bild:Zange.jpg Bild:Needle nose pliers1.jpg Bild:Lochzange gr.jpg Bild:BeisszangeA fcm.jpg Bild:BeisszangeB fcm.jpg Zur Sportlerin mit dem Familiennamen Zange siehe Gabriele Zange


Eine Zange ist ein zweischenkliges Werkzeug, bei dem die Wirkstellen (Greifbacken, Schneiden usw.) nie auf ganzer Länge aneinander vorbeigleiten (im Unterschied zur Schere).

Zangen bestehen aus drei Teilen: Griffe, Gelenk und Kopf (mit den Wirkstellen). Sie funktionieren nach dem Hebelprinzip: zwei zweiseitige Hebel sind miteinander durch ein Gelenk verbunden. In aller Regel bilden dabei die Griffe die längeren Hebelarme, die kürzeren Hebelarme bilden den Zangenkopf. Nach dem Hebelgesetz wird die auf die Griffe aufgebrachte Handkraft verstärkt und mittels des Zangenkopfes auf ein Werkstück übertragen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die ältesten Zangen dienten vermutlich der Manipulation von heißen Gegenständen (Kohlen, Tiegeln, Schmiedeteilen etc.). Zu den frühesten Darstellungen zählen griechische Vasenmalereien, die Zangen als Attribut des griechischen Schmiede- und Feuergottes Hephaistos zeigen. Die unterschiedlichen Handwerkszweige, insbesondere aber die beschleunigte technische Entwicklung in der Neuzeit (Mechanisierung, Motorisierung, Ausbreitung der Elektrotechnik und Elektronik etc.) erforderten die unterschiedlichsten und immer neue Zangentypen. Zu den aktuelleren Entwicklungen gehören etwa Präzisionszangen für die Verarbeitung von Lichtwellenleitern.

Einteilung

Zangen sind im Gegensatz zu anderen Handwerkzeugen nicht auf eine spezielle Verrichtung hin ausgelegt (wie etwa Hämmer, Bohrer, Schraubendreher, Sägen usw.) Ihre Vielfalt ist daher nahezu unbegrenzt.

Es gibt jedoch wichtige Grundtypen:

  • greifende/haltende Zangen
  • schneidende/trennende Zangen
  • Zangen zum (Ver-)formen (z. B. Crimpzangen für die lötfreie Verbindungstechnik)
  • kombinierte Zangen (z. B. zum Greifen und Schneiden)

Zangen für Handwerk und Industrie

Zu den am meisten verwendeten Zangentypen gehören:

Medizinische Zangen

Eine besondere Gattung sind Zangen für medizinische Zwecke. Auch sie gibt es in großer Formenvielfalt. Sie sind in aller Regel aus korrosionsarmen Stahl gefertigt (zur Verminderung von Korrosion bei der Sterilisation). Ein Beispiel ist die Tupferzange. Desweiteren gibt es in der zahnärztlichen Chirurgie sogenannte Extraktionszangen, die in ihrer heutigen Form auf John Tomes (1815-1895) zurückgehen. Man unterteilt in Oberkiefer- und Unterkieferzangen, sowie Zangen für die Milchzahnextraktion. Im Oberkiefer gibt es Zangne für obere Frontzähne, obere Prämolaren und obere Molaren sowie obere Weisheitszähne. Im Unterkiefer gibt es Zangen für Zähne im vorderen Unterkiefer, für Molaren und untere Weisheitszähne.

Zangen für den Haushalt

Hierzu gehören etwa Zuckerzangen und Grillzangen, aber auch Sonderformen wie Knoblauchpressen etc.


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