Wundheilung
aus Freepedia, der freien Wissensdatenbank
Wundheilung bezeichnet den Verschluss und die Wiederherstellung des durch eine Wunde beschädigten Körpergewebes.
Inhaltsverzeichnis |
Phasen der Wundheilung
Die Wundheilung läuft im allgemeinen in vier Schritten ab:
- Gefäßreaktion
- Blutgerinnung
- Entzündung
- Gewebeneubildung (Epithelisierungsphase)
(Anmerkung: Ist recht laienhaft dargestellt. Diese vier Begriffe könnte man eher unter "Mechanismen der Wundheilung" zusammenfassen. Die Phasen sind: exsudative P, resorptive P, proliferative P, reparative P. Will hier aber nicht alles vernichten. Also was macht man da jetzt?)
Gefäßreaktion
Zerstörte Blutgefäße bluten bei einer Wunde anfangs heftig. Dies trägt dazu bei, Fremdkörper aus der Wunde zu spülen. Kurze Zeit später verengen sich jedoch die verletzten Gefäße, um den Blutverlust zu vermindern. Dieser Vorgang wird als Vasokonstriktion bezeichnet.
Die Verengung führt zu Bildung von Blutgerinnseln, welche die Blutgefäße abdichten. Gleichzeitig wird die Blutgerinnung (siehe unten) eingeleitet, um die Blutung zu stoppen. Auf die Phase der Vasokonstriktion folgt wieder eine Ausweitung der Blutgefäße, die sogenannte Vasodilatation. Die zunehmende Durchblutung führt zu einer Rötung und Erhöhung der Hauttemperatur im Wundbereich.
Gleichzeitig erhöht sich die Durchlässigkeit der Kapillarwände in den kleinsten Blutgefäßen, damit vermehrt Blutzellen ihren Weg in den Wundbereich finden. Die Zunahme der Flüssigkeit in der Wunde verursacht eine Schwellung, das sogenannte Wundödem.
Blutgerinnung
Die Blutgerinnsel, welche die Gefäße verschließen, bestehen hauptsächlich aus Thrombozyten, die sich aufgrund ihrer Oberflächenstruktur miteinander verbinden können. Mit chemischen Signalen locken sie zudem noch mehr ihrer Artgenossen in den Wundbereich. Da die Thrombozytengerinnsel jedoch nicht ausreichend fest sind, um die Wunde zu verschließen, bildet sich als nächstes ein Netz aus Fibrinfasern. Dieses Netz zieht sich langsam zusammen und führt damit zu einer Verengung der Wundränder.
Entzündung
Durch die beschriebenen Vorgänge erwärmt sich die Wunde und schwillt an. Dadurch entsteht Druck auf die Nervenenden im Wundbereich. Die Wunde beginnt zu schmerzen. Die Belastung des betroffenen Körperteils wird dadurch unangenehm, was zur Schonung des Wundbereichs beiträgt. Gleichzeitig wandern Leukozyten, Phagozyten, Lymphozyten und andere Zellen der Immunabwehr in die Wunde ein. Sie beginnen nun damit, Fremdkörper und Erreger zu beseitigen. Es tritt vermehrt Wundsekret (Exsudat) aus, das Bakterien, abgestorbene Zellteile und Leukozyten enthält.
Gewebeneubildung
Die gute Wundheilung setzt eine ausreichende Durchblutung voraus. Deshalb beginnt nach einigen Tagen die Neubildung von Blutgefäßen. Dieser Vorgang wird als Vaskularisation bezeichnet.
Von den Wundrändern aus bauen sich Collagenfasern entlang dem früher gebildeten Fibrinnetz auf und bilden neues Bindegewebe. Darin lagern sich weitere Zellen ein. Es entsteht körniges Granulationsgewebe, das die Wunde von unten her füllt und sich allmählich zusammenzieht. Dadurch schließt sich die Wunde weiter.
Am Schluss bildet sich auf der Wundoberfläche durch die so genannte Epithelisation eine neue Hautschicht. Als Ergebnis aller Vorgänge entsteht eine Narbe. Sie überragt die gesunde Haut zuerst und sinkt mit der Zeit durch Straffung des Bindegewebes ein. Das Narbengewebe unterscheidet sich deutlich von der umgebenden Haut, da es keine Haar- oder Schweißdrüsen und auch keine Pigmentzellen enthält.



