Wortbildung
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Die Wortbildung untersucht und beschreibt Gesetzmäßigkeiten bei bereits bestehenden Wörtern oder bei der Bildung neuer komplexer Wörter aus Morphemen oder auf andere Weise. Die Wortbildung ist neben Bedeutungswandel und Entlehnung eines der Hauptverfahren der Bezeichnungsfindung beziehungsweise des Bezeichnungswandels; diese sind Untersuchungsgegenstand der Onomasiologie.
Möglichkeiten der Wortbildung sind beispielsweise:
- Komposition (Zusammensetzung)
- Derivation (Ableitung)
- Kürzung (Akronymie + Clipping + Ellipse)
- Kontamination (Blending, Wortkreuzung, Wortmischung)
- Onomatopoese oder Onomatopoeie (Lautmalerei, Lautnachahmung)
- Missverständnis (zum Beispiel wurde aus "Kleinsche Fläche" durch Fehlübersetzung aufgrund eines Missverständnisses in der englischen Sprache die "Klein bottle" und bei der Rückübersetzung die "Kleinsche Flasche".)
Zum Teil wird auch die Konversion zu den Mitteln der Wortbildung gezählt. Dabei wird ein Wort ohne formale Änderung von einer Wortklasse in die andere übertragen und nimmt dabei die grammatischen Merkmale der neuen Wortklasse an, z.B. E-Mail > e-mail-en (mit -en als grammatischer Endung zur Kennezichnung der Grundform eines Verbs).
Ein überarbeitetes Gesamtmodell, das Forschungsergebnisse der kognitiven Sprachwissenschaft berücksichtigt, ist 2002 von Joachim Grzega aufgestellt worden.
Verfahren morphologischer Wortbildung
Zu den Verfahren morphologischer Wortbildung zählen Affigierung, Suffigierung, Präfigierung, Infigierung, Zirkumfigierung, die Komposition mit ihren Untergruppen: reine Komposition (Substantivkomposita und Ajdektivkomposita) und das kombinierte Verfahren aus Komposition und Suffigierung.



