Wismar
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| Wappen | Karte |
|---|---|
| Bild:Wismar.jpg. | Bild:Karte wismar in deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern |
| Fläche: | 41,71 km² |
| Einwohner: | 45.414 (31. März 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1089 Einwohner/km² |
| Höhe: | 2 m ü. NN |
| Postleitzahlen: | 23952, -66, -68, -70 |
| Vorwahl: | 03841 |
| Geografische Lage: | Koordinate: 53° 54' n. Br. 11° 28' ö. L.53° 54' n. Br. 11° 28' ö. L. |
| Kfz-Kennzeichen: | HWI |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 06 000 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Markt 1 23966 Wismar |
| Website: | www.wismar.de |
| Politik | |
| Bürgermeisterin: | Dr. Rosemarie Wilcken (SPD) |
Wismar ist eine Hansestadt in Mecklenburg-Vorpommern im Norden Deutschlands an der Ostsee. Sie liegt an der Südspitze der durch die Insel Poel geschützten Wismarbucht – an der südlichsten Stelle der Ostsee überhaupt. Politischen Planungen zufolge wird die bisherige kreisfreie Stadt einem künftigen „Landkreis Westmecklenburg“ mit der Kreisstadt Schwerin zugeschlagen werden.
Am 27. Juni 2002 wurde die Altstadt Wismar zusammen mit der von Stralsund in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.
Wismar gründete zusammen mit Stralsund die Deutsche Stiftung Welterbe.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Vor der Stadtgründung
Bis zum Ende des 10. Jahrhunderts war die Gegend von den slawischen Abodriten bewohnt, die nahe Wismar beim heutigen Dorf Mecklenburg ihren Hauptsitz hatten.
Erstmals bezeugt ist der Name „Wismar“ 1147, als der dänische König Svend Grade in „Wizmar Havn“ – der Wismarer Bucht – gelandet war. 20 Jahre später begrenzte Heinrich der Löwe das Gebiet des Bistums Ratzeburg östlich „ad aquam Wissemaram“. Aus dem Jahre 1211 existiert ein Dokument, das es den Schwerinern erlaubt, am Wismarer Hafen zwei Großschiffe festzumachen. Dieser Hafen ist jedoch vermutlich noch nicht identisch mit dem heutigen Hafen.
Stadtgründung
Bild:Wismar Fassade St. Georgen.jpg Die Stadtgründung der heutigen Stadt Wismar geht vermutlich auf Heinrich Borwin, Fürst von Schwerin zurück, der auch Rostock gegründet hatte. Das Stadtgründungsjahr wird auf 1226 geschätzt. Die hier angesiedelten Menschen stammten – ihren Familiennamen nach – wohl aus Holstein, Westfalen, Niedersachsen und der Mark. 1229 wurde die Stadt Wismar erstmals urkundlich erwähnt. Die ursprünglich einzeln gelegenen Siedlungen um St. Marien und St. Nikolai wuchsen bis 1238 zusammen. Durch den unverminderten Zuzug von Siedlern kam ab 1250 die „Neustadt“ um St. Georgen hinzu. 1276 war die erste Siedlungsphase beendet. Wismar errichtete eine alle Viertel umschließende Stadtmauer, deren Lage auch heute die Begrenzung der Altstadt darstellt.
Die Hanse
Im Jahre 1280 bildete Wismar zusammen mit Rostock, Lübeck und Hamburg den Wendischen Städtebund. Im Mittelalter war die Stadt ein wichtiges Mitglied der Hanse.
Von 1632 bis 1903 war Wismar schwedisch, wobei die Stadt im Westfälischen Frieden von 1648 zusammen mit der Insel Poel und dem Amt Neukloster auch offiziell Schweden zugesprochen wurde. Ab 1803 von Schweden für 100 Jahre verpachtet, fielen diese Gebiete 1903 endgültig zurück an Mecklenburg-Schwerin.
1848 wurde eine Eisenbahn nach Schwerin gebaut, 1883 nach Rostock und 1887 nach Karow. Im Zweiten Weltkrieg litt Wismar unter schweren Bombenangriffen. Nach Besetzung durch britische Truppen zog am 1. Juli 1945 die Rote Armee ein.
Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
Politik
Wappen
Das Wappen der Hansestadt Wismar führt die Bezeichnung „Hansestadt“ vor ihrem Namen „Wismar“. [...] [Es] zeigt in Silber über blauem Wellschildfuß, darin drei (2:1) silberne Fische, die oberen zugewendet, der untere nach links gekehrt, eine nach links schwimmende rote Kogge mit zwei silbernen Streifen längs der Deckslinie, goldbeschlagenem Ruder und goldenem Bugspriet; am Mast eine goldene Tatzenkreuzspritze, darunter eine nach links wehende, zweimal von Silber und Rot längsgestreifte Flagge, ein goldener Mastkorb und ein goldener Schild, dieser belegt mit einem herschauenden schwarzen Stierkopf mit silbernen Hörnern, goldener Krone, geöffnetem Maul, ausgeschlagener roter Zunge und abgerissenem Halsfell, das bogenförmig ausgeschnitten ist und sieben Spitzen zeigt; auf dem Bug der Kogge eine nach links gekehrte widersehende natürliche Möwe.
(Auszug aus der Hauptsatzung der Hansestadt Wismar)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bild:Wismar Marienkirche.jpg Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich in der Altstadt. Zu nennen wären da der Marktplatz mit dem klassizistischen Rathaus aus den Jahren 1817 bis 1819, die im Renaissancestil gehaltene Wismarer Wasserkunst und das bekannte Bürgerhaus Alter Schwede sowie das Stadtgeschichtliche Museum Schabbellhaus. Weitere wichtige Sehenswürdigkeiten sind die Innenstadtkirchen als Zeugnisse der Backsteingotik:
- Marienkirche (nur der Turm ist erhalten, der Rest wurde in den 1960er Jahren gesprengt)
- Nikolaikirche
- Georgenkirche (Ruine, wird zur Zeit wiederaufgebaut)
In der Marienkirche gibt die Ausstellung „Wege zur Backsteingotik“, in Form eines 3D-Films in knapp 15 Minuten Auskunft darüber, wie früher Kirchen gebaut bzw. erweitert wurden. Sehenswert sind ferner der historische Hafen mit dem Nachbau der Poeler Kogge und die Insel Poel mit der einzigen Meerwasserfestung Deutschlands (heute Ruine).
Als Weltkulturerbe steht die Hansestadt seit Mai 2003 zusammen mit der Altstadt der Hansestadt Stralsund unter dem besonderen Schutz der UNESCO.
Wirtschaft und Infrastruktur
Bild:Wismarer Werft.JPG Die Aker-MTW-Werft ist mit ihren ca. 1.300 Mitarbeitern der mit Abstand größte Arbeitgeber von Wismar. Das erste in Deutschland überdachte Dock ergibt ein Bauwerk von 72 m Höhe und über 395 m Länge.
Des Weiteren besitzt Wismar eines der modernsten Holzverarbeitungszentren Europas mit über 1.000 Arbeitsplätzen.
Verkehr
Wismar besitzt einen Seehafen mit Bedeutung v. a. für Massengüter und massenhafte Stückgüter. Hauptgutarten sind Rund- und Schnittholz, Stahl und Schrott, Torf, Baustoffe und über die Ende der 90er Jahre komplett neu gebaute Massengutanlage Kali und Salz. Wismar ist über die A 20 nach Rostock und nach Lübeck sowie die A 241 nach Schwerin zur A 24 im Bau in das deutsche Autobahnnetz eingebunden. Der Hafen ist an das bundesweite Eisenbahnnetz angeschlossen. Etwa 60 Prozent aller Güter werden per Eisenbahn an- oder abtransportiert.
Bildung
Wismar hat eine eigene Fachhochschule, die Hochschule Wismar – University of Technology, Business and Design.
Söhne und Töchter der Stadt
- Walter Bremer, Archäologe
- Christel Buschmann, Drehbuchautorin
- Friedrich Christoph Dahlmann, deutscher Historiker und Staatsmann
- Gottlob Frege, deutscher Mathematiker, Logiker und Philosoph
- Carsten Jancker, deutscher Fußballspieler
- Christian Heinrich Kindler, Bürgermeister
- Marita Koch, ehemalige Leichtathletin der DDR
- Bernhard Latomus, mecklenburgischer Historiker
- Stefan Liebich, deutscher Politiker
- Stefan Maelck, deutscher Publizist
- Daniel Georg Morhof, deutscher Literaturhistoriker und Polyhistor
- Gunter Pleuger, deutscher Diplomat
- Karl Scharfenberg, deutscher Eisenbahningenieur
- Joachim Streich, deutscher Fußballspieler
Literatur
- Wismar, in: Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl., 1888, Band 16, Seite 695
Marita Koch (Ex-Läuferin) Günther Sinkel - Gewichtheber in den 30er Jahren
Weblinks
- http://www.wismar.net
- http://www.w1smar.de
- Websites zur Wismarer Geschichte
- http://www.wismar.m-vp.de
- Aufnahme in die Welterbeliste
- Fotos von Wismar auf der Website "meine kleine stadt"
- http://www.wismar-kalender.de
- http://www.manuela-pagels.de/blickpunkte/welterbe-blickpunkte/index1.html
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Koordinate: 53° 54' N, 11° 28' O
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