Wirtschaftsmacht
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Als Wirtschaftsmacht gelten solche Staaten, deren Volkswirtschaft in besonderem Maß Einfluss auf die Entwicklung der Weltwirtschaft und die internationale Konjunktur hat. Das implizieren auch die beiden Wörter Wirtschaft und Macht, aus denen sich der Begriff zusammensetzt.
Charakteristisch für eine Wirtschaftsmacht sind großer Anteil am Welt-Bruttonationaleinkommen, -Export bzw. -Import sowie die Bedeutung der eigenen Währung in der Welt.
Die größten Wirtschaftsmächte auf der Erde sind zur Zeit in den G8 (Industrienationen + Russland) zusammengefasst. Weiterhin wird auch China dazugezählt. Im einzelnen sind das:
Als erste bedeutende Wirtschaftsmacht der neueren Geschichte gilt das Britische Empire, da dort die Industrialisierung ihren Anfang nahm und es als Kolonialmacht über weltweite Ressourcen herrschte. Dies äußerte sich nicht zuletzt auch an der damaligen Bedeutung des Britischen Pfundes als wichtigster Währung der Welt. Im 20. Jahrhundert wurde Großbritannien von den USA als größter Wirtschaftsmacht der Welt abgelöst, der US-Dollar übernahm im Gefolge der beiden Weltkriege die Rolle des Britischen Pfundes als Weltreservewährung. Am Beginn des 21. Jahrhundert werden die USA als Wirtschaftsmacht ihrerseits wiederum von der sich immer mehr vergrößernden Europäischen Union und dem "Aufsteiger" China herausgefordert.
Bisweilen wurde und wird von Politikern und Wirtschaftswissenschaftlern gefordert, dass die Wirtschaftsmächte der Welt als "Konjunkturlokomotive" für die übrige Welt dienen sollen, insbesondere bei schwächelnder Weltkonjunktur.



