Wiesenotter

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Wiesenotter
Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Vipern (Viperidae)
Gattung: Echte Ottern (Vipera)
Art: Wiesenotter
Wissenschaftlicher Name
Vipera ursinii

Die Wiesenotter (Vipera ursinii) ist eine eurasische Giftschlange, andere Namen für diese Schlangenart sind Spitzkopfotter und Karstotter.

Inhaltsverzeichnis

Taxonomie

Innerhalb der Familie der Vipern (Viperidae) gehört die Wiesenotter zur Gattung der Echten Ottern (Vipera).
Man Unterscheidet folgende Unterarten:

  • Vipera u. ursinii - Mittelitalien
  • Vipera u. anatolica - Südtürkei
  • Vipera u. ebneri - Transkaukasien bis Westchina
  • Vipera u. eriwanensis - Armenien und Nordöstliche-Türkei
  • Vipera u. graeca - Griechenland
  • Vipera u. macrops - Westlicher und Nördlicher Balkan
  • Vipera u. rakosienensis - Ungarn bis Rumänien
  • Vipera u. wettsteini - Mittelfrankreich

Aussehen

Erwachsene Wiesenottern sind mit einer Körperlänge von rund einem halbem Meter die kleinsten europäischen Giftschlangen. Ihr Körperbau ist im Vergleich zu anderen Vipern relativ schlank, ihre Körperfarbe ist in der Regel braun oder grau beziehungsweise dunkelgrün oder -gelb, der Rücken ist meist (ähnlich der Kreuzotter) mit einem schwarzen Zickzackband gemustert, das von einem hellen Band umgeben ist. Durch ihre gekielten Schuppen fühlt sich die Wiesenotter beim Berühren rau an.

Lebensweise

Die Wiesenotter ernährt sich vorwiegend von Heuschrecken und Grillen, gelegentlich stehen auch Eidechsen, Frösche und junge Mäuse auf ihrem Speiseplan. Die Wiesenotter ist ovovivipar, also lebend gebärend. Als Lebensraum bevorzugt die Wiesenotter warm-feuchte Wiesen und Schwemmland. Die Wiesenotter kommt fast ausschließlich im Flachland vor.

Verbreitung

Die Wiesenotter ist in Europa eine der am meisten gefährdeten Arten; momentan kommt sie noch in Mittelitalien, dem südlichen Balkan, Ungarn und Westfrankreich vor. Doch die Populationen in Ungarn, Bulgarien und Frankreich stehen kurz vor dem Aussterben. Die Gefährdungsursache ist die Trockenlegung von Feuchtwiesen durch den Menschen; dadurch starb sie auch in Österreich um 1950 herum aus. Außerdem kommt sie noch im Südwestlichem Asien vor.

Biss

Die Wiesenotter gilt als wenig aggressive Schlange, außerdem hat sie von allen Giftschlangen das schwächste Gift. Dennoch sollte man ihr nicht zu nahe kommen. Der Biss einer Wiesenotter erzeugt beim Menschen in der Regel mäßige Gesundheitsprobleme. Es sind noch keine Todesfälle bekannt. Nach einem Biss sollte auf jeden Fall eine medizinische Betreuung gesucht werden. Da die Otter das giftige Sekret (Hämaxotin), welches sie zum Jagen von Mäusen, Fröschen, Blindschleichen oder anderem Getier benötigt, nicht einfach verschwendet wird bei einem Großteil der Bisse kein oder nur sehr wenig Gift injiziert. Die Symptome des Bisses äußern sich so: Rund um die Bissstelle sollte etwa eine Stunde später eine gewaltige Schwellung entstehen, es kann auf Grund von Nervengiften zu Atemnot und Herzbeschwerden kommen, wegen des blutzersetzenden Teils des Sekretes ist es möglich dass die Zone nahe der Bissstelle bläulich aussieht. Normalerweise treten soeben genannte Symptome jedoch nicht auf und auch die Schmerzen des Bisses halten sich in Grenzen, so dass manche Leute überhaupt nichts davon merken wenn sie gebissen werden.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Giftzentrale:

http://www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale

Artenschutz

Die Wiesenotter steht in vielen Ländern unter Naturschutz, der Handel mit dieser Schlange ist unter dem internationalen CITES-Abkommen praktisch verboten.

Literatur und Weblinks

Siehe auch

Systematik der Schlangen



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