Wieselmakis

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Wieselmakis
Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Primaten (Primates)
Unterordnung: Feuchtnasenaffen (Strepsirhini)
Familie: Wieselmakis (Megaladapidae)
Gattung: Lepilemur
Wissenschaftlicher Name
Lepilemur

Die Wieselmakis (Megaladapidae) sind eine Familie der Primaten. Sie sind eng mit den Lemuren verwandt und wurden früher als deren Unterfamilie betrachtet. Die Familie besteht aus einer lebenden Gattung mit sieben Arten. Daneben gehört auch noch der ausgestorbene Riesenlemur Megaladapis in diese Familie.

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Wieselmakis leben ausschließlich auf der Insel Madagaskar.

Beschreibung

Wieselmakis sind mittelgroße Feuchtnasenaffen. Ihr Fell ist an der Oberseite graubraun oder rötlich gefärbt, die Unterseite ist weißlich-gelb. Typisch sind der kurze Kopf und die großen, runden Ohren. Sie erreichen eine Körperlänge von 30 bis 35 cm (mit einem ungefähr ebenso langen Schwanz) und ein Gewicht von bis zu 0,9 kg.

Lebensweise

Wieselmakis sind strikt nachtaktiv. Sie leben vorwiegend auf Bäumen, wo sie sich mit langen Sprüngen ihrer kräftigen Hinterbeine fortbewegen. Am Boden hüpfen sie ähnlich wie die Kängurus. Tagsüber ziehen sie sich in dichtes Blätterwerk oder Baumhöhlen zurück. Wieselmakis sind Einzelgänger und verteidigen ihr Revier vehement gegen gleichgeschlechtliche Eindringlinge. Die Territorien von Männchen und Weibchen können sich hingegen überlappen.

Nahrung

Wieselmakis sind hauptsächlich Pflanzenfresser, ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Blättern.

Fortpflanzung

Zwischen September und Dezember kommt nach rund 120- bis 150-tägiger Tragzeit ein einzelnes Jungtier zur Welt, das oft in einem Nest in einer Baumhöhle großgezogen wird. Mit rund vier Monaten sind die Jungen entwöhnt, bleiben aber bis zu einem Alter von einem Jahr bei der Mutter. Mit rund eineinhalb Jahren sind sie geschlechtsreif. Wieselmakis haben eine Lebenserwartung von rund acht Jahren.

Bedrohung

Wie alle madegassischen Feuchtnasenaffen sind auch die Wieselmakis in erster Linie durch die Abholzung der Wälder bedroht, dazu kommt in geringerem Ausmaß die Bejagung. Alle sieben Arten werden als gefährdet eingestuft.

Gattungen und Arten

Die sieben Arten der Wieselmakis gehören alle zur Gattung Lepilemur. Zu den bekannteren Arten zählen der Große Wieselmaki (L. mustelinus), der Kleine Wieselmaki (L. ruficaudatus), der Weißfußwieselmaki (L. leucopus) und der Graurückenmaki (L. dorsalis). Ihren wissenschaftlichen Namen (Megaladapidae) hat die Familie vom ausgestorbenen Riesenlemur Megaladapis.

Weblink

Abbidung Weißfußwieselmaki



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