Wiedemann-Franzsches Gesetz

aus Freepedia, der freien Wissensdatenbank

Das Wiedemann-Franzsche Gesetz sagt aus, dass das Verhältnis zwischen thermischer Leitfähigkeit K und elektrischer Leitfähigkeit <math>\sigma</math> in einem Metall proportional zur Temperatur ist, unabhängig von dem betrachteten Metall:

<math>\frac{K}{\sigma} = \frac{\pi^2}{3}\left(\frac{k_B}{e}\right)^2T</math>

Die Proportionalitätskonstante <math>L = \frac{K}{\sigma T}</math> heißt Lorenz-Zahl.

Das Wiedemann-Franzsche Gesetz zeugt von der Tatsache, dass in Metallen die Träger von Wärmeenergie gleichzeitig Ladungsträger sind. Abweichungen ergeben sich erst bei sehr tiefen Temperaturen durch ballistische Wärmeleitung und Beiträge von Phononen, die zwar Wärme aber keine Ladung transportieren.

Das Gesetz wurde 1853 von den zwei Namensgebern Gustav Heinrich Wiedemann und Rudolph Franz gefunden.



Views
'Persönliche Werkzeuge
Werkzeuge
Ähnliche Links