Wettervorhersage

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Die Wettervorhersage ist ein Teilgebiet der Meteorologie, genauer der synoptischen Meteorologie.

Um eine Prognose für einen Wetterzustand in der Zukunft erstellen zu können, ist es notwendig, den aktuellen Zustand der Atmosphäre zu kennen. Ausgehend davon ist es möglich, mittels numerischer Modelle die physikalischen Vorgänge in der Atmosphäre nachzubilden (siehe Wettermodell).

Die Wettervorhersage ist ein heikles Thema. Da der aktuelle Zustand nur ungenau erfasst werden kann und das Wetter ein chaotisches System ist, kann das Wetter der Zukunft nicht immer zutreffend vorhergesagt werden (siehe Schmetterlingseffekt).

Die Daten über den aktuellen Zustand der Atmosphäre kommen von einem Netz von Bodenmessstationen, die Windgeschwindigkeit, Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit sowie Niederschlagsmengen messen. Zusätzlich werden auch Daten von Wettersatelliten, Verkehrsflugzeugen und anderen Wetterbooten verwendet. Dies ist besonders relevant für Gebiete, in denen nur wenige Messstationen existieren, z. B. auf dem Ozean.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Abschätzung der zukünftigen Wetterentwicklung interessiert die Menschen seit Jahrtausenden und ist Gegenstand intensiver Erfahrung und zunehmender Forschung. Erste überlieferte Aufzeichnungen stammen aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. (Tell-Halaf-Kultur und Nisabalied).

Otto von Guericke erkannte im Jahr 1660 erstmals den Zusammenhang zwischen Abfallen des Luftdrucks und Anzug eines Unwetters. Ein europäisches Stationsnetz mit gleichzeitigen Beobachtungen für die synoptische Methode entstand bald nach 1800, der nordatlantische Eis-Warndienst aber erst 1912 nach dem Titanic-Unglück.

Um 1900 entstanden viele nationale Wetterdienste, die in Kooperation eine großräumige synoptische Wettervorhersage entwickelten. In den letzten Jahrzehnten wurde sie durch mathemathische Rechenmodelle und Daten von Erdsatelliten, aus der Ozeanografie und von digitalen Geländemodellen verbessert. Seit etwa 1950 stieg der relativ zuverlässige Vorhersagezeitraum in mittleren Breiten von etwa 3 Tagen auf 4-5 Tage, was für viele Sparten der Wirtschaft und für Planungen in der Landwirtschaft, im Verkehr oder im Bauwesen eine merkliche Verbesserung bedeutet.

Wetterwissen

Mit dem Voranschreiten moderner Wettervorhersagen hat die Erfahrung der meisten Menschen, das Wetter ohne Fernseh-Prognose im Vorhinein abzuschätzen, stark abgenommen. Früher konnte fast jeder Landwirt für mindestens zwei Tage zutreffende lokale Prognosen stellen.

Wer das erlernen will, findet im Buchhandel kurzgefasste Anleitungen zur Deutung von Temperatur und Luftdruck und zur Beobachtung von Wind und Wolken - die viel über die horizontalen und vertikalen Luftbewegungen erkennen lassen. Doch auch einfache „Wetterstationen“ für den Schreibtisch plus Außenfühler können programmierte Prognosen mit 70-80 % Wahrscheinlichkeit abgeben.

Für die nächsten 1-3 Stunden kann man - z. B. bei der Frage nach örtlichem Regen, klarem Sternhimmel oder Eintreten von Frost - auf 80 bis 90 Prozent kommen. Selbst die einfachste aller Prognosen - heute „wird's so wie gestern“ - trifft in Mitteleuropa zu 50 bis 70 Prozent zu. Deshalb bringt eine nähere Nachfrage bei einem Wetterdienst, etwa durch einen Landwirt oder eine Versicherung bei Gewitterlagen - fast immer eine höhere Trefferquote als das „einheitliche Fernsehwetter“ für ein ganzes Bundesland.

Siehe auch

Literatur

Weblinks



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