Werk (Orgel)

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Ein Orgelwerk ist die Zusammenfassung von Gehäuse, Pfeifen und Windlade einer Orgel. Es wird zunächst von genau einer Klaviatur aus gespielt.

Im Orgelbau gibt es das so genannte Werkprinzip: Eine größere Orgel besteht aus der Zusammenfassung mehrerer, ursprünglich getrennt aufgestellter Orgelwerke (Teilwerke), die das gesamte Pfeifenwerk der Orgel unterteilen. Diese Unterteilung erfolgt nach dem Klangcharakter und speziellen spieltechnischen Aufgaben (z. B. dem Pleno-, Cantus-firmus- oder Trio-Spiel) unter anderem als Hauptwerk, Pedalwerk oder Schwellwerk (der Funktion nach benannt) oder Oberwerk, Brustwerk, Rückpositiv, Fernwerk (den Standort bezeichnend).

Der Werkaufbau des Pfeifenwerks einer Orgel spiegelt sich oft auch im Aufbau des Prospekts wieder.

Neben dem Pfeifenwerk besteht eine Orgel noch aus dem Windwerk, welches den Wind erzeugt und zu den Windladen der Teilwerke des Pfeifenwerks führt, und das Regierwerk. Dies ist der zentrale und wohl komplexeste Teil einer Orgel. Im Regierwerk besteht aus der Traktur und dem Spieltisch und verbindet die Bedienelemente (Klaviaturen, Registerzüge) mit den Funktionselementen (Pfeifenwerk).

Inhaltsverzeichnis

Hauptwerk

Das Hauptwerk ist das zentrale Teilwerk der Orgel. Hier befinden sich die wichtigsten Pfeifen für das gewöhnliche Spiel (Prinzipale 8', 4' etc.).

Pedalwerk

Das Pedalwerk begrenzt oft mit seinen langen Prospektpfeifen die Seiten der Orgel.

Schwellwerk

Das Schwellwerk ist in einen Schwellkasten gebaut, siehe Schwellwerk.

Brustwerk

Das Brustwerk liegt direkt vor dem Spieler oberhalb des Spieltischs.

Oberwerk

Das Oberwerk befindet sich über dem Hauptwerk und bildet meist (nach dem Pedalwerk) den höchsten Punkt der Orgel.

Rückpositiv

Das Rückpositiv befindet sich oft im Rücken des Organisten in einem eigenen Gehäuse, meistens in der Emporenbrüstung.

In nicht zu großen Räumen ergibt sich durch die größere Nähe zum Zuhörer oft ein etwas direkterer und frischerer Klangeindruck als bei den übrigen Werken der Orgel. Dies macht es besonders geeignet zur Darstellung von Solostimmen. Aus optischen und akustischen Gründen kann das Rückpositiv nur deutlich kleinere Pfeifen aufweisen als das dahinter liegende Hauptwerk.

Fernwerk

Das Fernwerk liegt in der Regel an einem weit von der Hauptorgel entfernten, manchmal versteckten (z. B hinter einer Deckenverkleidung) oder vom Spieltisch aus nicht einsehbaren Standort. Es dient in der Regel dem Effektspiel, zum Beispiel um Echos nachzuahmen etc.



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