Wellington (Neuseeland)

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Wappen Karte
Bild:Wappen fehlt.jpg
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Bild:Lage der Stadt Wellington in Neuseeland.png
Wahlspruch: Suprema a situ
Basisdaten
Staat: Neuseeland
Region: Wellington
Geografische Lage: Koordinate: 41° 17′ s. Br., 174° 46′ ö. L.41° 17′ s. Br., 174° 46′ ö. L.
Höhe: 20 m ü. NN
Fläche: 289,9 km²
Einwohner: 182.600 (Schätzung, 30. Juni 2004)
Bevölkerungsdichte: 629,87 Einwohner je km²
Postleitzahlen: XXXXX-XXXXX
Vorwahl: 04
UN/LOCODE: NZ WLG
NUTS-Region: AU07
Stadtgliederung: 57 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
101 Wakefield St
PO Box 2199
Wellington 6015
Website: www.wellington.govt.nz
E-Mail-Adresse: info@wcc.govt.nz
Politik
Bürgermeisterin: Kerry Prendergast (National)

Bild:Wellington-FromTopOfMountVictoria.jpg Wellington (Maori: Te Whanganui-a-Tara oder aus dem Englischen abgeleitet Poneke) ist die Hauptstadt Neuseelands und mit 167.700 Einwohnern die fünftgrößte Stadt des Landes. Zusammen mit den Nachbarstädten im Hutt Valley und Porirua bildet Wellington einen Industriegroßraum und das zweitgrößte Ballungsgebiet Neuseelands.

Die Stadt ist Sitz der Victoria Universität, eines katholischen Erzbischofs und eines anglikanischen Bischofs. Daneben gibt es eine Oper, das Nationalmuseum Te Papa und verschiedene andere kulturelle Einrichtungen. Ferner verfügt Wellington über einen Handelshafen und einen internationalen Flughafen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Wellington liegt an der Südwestspitze der Nordinsel an der Bucht Port Nicholson (eine Bucht der Cookstraße) auf 41°17' südlicher Breite und 174°46' östlicher Länge. Die Höhe über dem Meeresspiegel beträgt 20 m.

Im Norden Wellingtons befindet sich die Kapiti Küste, während das Stadtgebiet im Osten durch die Rimutaka Gebirgskette von der Wairarapa-Region getrennt wird. Das Südende der Stadt bildet die Miramar-Halbinsel auf der auch der Flughafen liegt. Die Hafeneinfahrt liegt direkt östlich dieser Halbinsel und beherbergt das Barrett's Riff, an dem schon viele Schiffe gesunken sind (am bekanntesten ist wohl der Untergang der Personenfähre Wahine 1968). Im Hafen liegen die drei Inseln Somes (maori: Matiu), Ward (Makaro) und Mokopuna. Im Westen steigt das Gelände recht abrupt an, sodass die dort gelegenen Vororte deutlich über dem Zentrum liegen.

Die Stadt liegt in einer Störungszone. Entsprechend wurde 1848 und 1855 die noch junge Siedlung von schweren Erdbeben erschüttert. Das Beben von 1855, das so genannte Wairarapa Erdbeben, erreichte eine Stärke von 8,1 auf der Richterskala und gilt als das stärkste Beben, das in Neuseeland jemals gemessen wurde. Infolge dieses Bebens kam es zu Bodenerhebungen von zwei bis drei Metern. Unter anderem wurde ein Teil des damaligen Hafens angehoben, auf diesem befindet sich heute das Zentrum der Stadt.

Markanteste Erhebungen ist der Mount Victoria im Süden der Stadt, der auch als Aussichtspunkt über die Stadt dient.

Wellington ist die südlichste Hauptstadt der Welt.

Stadtgliederung

Wellington wird vom Wellington City Council verwaltet. Gemeinsam mit Masterton District Council, dem Kapiti Coast District Council, dem Carterton District Council, dem South Wairarapa District Council, dem Upper Hutt City Council, dem Porirua City Council und dem Hutt City Council bildet er den Greater Wellington Regional Council.

Die Stadt selbst wird in 57 unterschiedlich große Stadtteile eingeteilt. Diese sind:

  • Norden: Broadmeadows, Churton Park, Glenside, Grenada North, Grenada Village, Horokiwi, Johnsonville, Khandallah, Makara Beach, Newlands, Ngaio, Ngauranga, Ohariu, Paparangi, Takapu Valley, Tawa, Woodridge
  • Zentrum: Te Aro, Aro Valley, Crofton Downs, Highbury, Kaiwharawhara, Kelburn, Mount Victoria, Northland, Oriental Bay, Pipitea, Roseneath, Thorndon, Wadestown, Wellington Central, Wilton
  • Süden und Westen: Berhampore, Breaker Bay, Brooklyn, Hataitai, Houghton Bay, Island Bay, Karaka Bays, Karori, Kilbirnie, Kingston, Lyall Bay, Maupuia, Makara, Melrose, Miramar, Moa Point, Mornington, Mount Cook, Newtown, Owhiro Bay, Rongotai, Seatoun, Southgate, Strathmore Park, Vogeltown

Klima

Wellington wird von Neuseeländern gerne mit dem Adjektiv "windig" beschrieben (Windy Wellington). Trotz der Lage an der Cookstraße und auf Höhe der Roaring Forties, treten schwere Stürme nur im Herbst und Winter auf. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt 1249 mm im Jahr. Die Temperatur liegt im Januar zwischen 13,4° C (durchschnittliches Minimum) und 20,4° C (durchschnittliches Maximum), im Juli zwischen 6,2° C und 11,3° C.

Geschichte

Den Maori war die Gegend des heutigen Wellingtons als Te Upoko o te Ika a Maui (Der Kopf von Mauis Fisch) bekannt. Der Legende nach soll das Gebiet ungefähr im 10. Jahrhundert von Kupe entdeckt worden sein. Als Abel Tasman 1642 und James Cook 1773 einen Abstecher in die Bucht machten, soll sie dicht besiedelt gewesen sein. Aufgrund des starken Windes gingen aber beide nicht an Land. Die älteste Siedlung der Maori befand sich wohl auf der 7 km vor der Stadt gelegenen Halbinsel Miramar (spanisch: Seeblick). Sie wurde Te Whanganui a Tara (Der große Hafen von Tara) genannt. Nachdem 1819 Waikatostämme die Stämme Ngati Toa und Te Ati Awa vertreiben, wandern diese in Richtung Wellington weiter. In folgedessen kommt es zu kriegerischen Auseinandersetzung mit den dort heimischen Stämmen.

Die europäische Besiedlung begann, als eine Vorhut der New Zealand Company am 20. September 1839 mit dem Schiff Tory in der Bucht landete. Ihnen folgten am 22. Januar 1840 150 britische Siedler mit dem Schiff Aurora. William Wakefield "kaufte" den Maori das Gebiet für 100 Musketen, 100 Decken, 60 rote Nachtmützen, ein Dutzend Regenschirme und verschiedene andere Güter ab. Allerdings gab es Übersetzungsschwierigkeiten und das Prinzip des Landbesitzes ist den Maori unbekannt. Hinzu kommt, dass nach den Auseinandersetzungen unter den verschiedenen Maoristämmen eine eindeutige Zuordnung der Siedlungsgebiete sowieso nicht möglich war. Zuerst entstand eine Siedlung weiter südlich in Petone, diese erwies sich aber als zu sumpfig und zu anfällig gegenüber Überflutungen. Als ein zweites Schiff der New Zealand Company, die Cuba, die Bucht erreichte, wurde die Siedlung in den heutigen Stadtteil Thorndon verlegt. Die Siedlung erhielt ihren Namen zu Ehren von Arthur Wellesley, 1. Herzog von Wellington.


1865 wurde die Siedlung zur Hauptstadt Neuseelands erklärt. Bis dahin war Auckland die Hauptstadt des Landes gewesen. Die erste Sitzung des Parlaments fand schon am 7. Juli 1862 in Wellington statt, allerdings wurde erst nach einem Antrag von Alfred Domett im November 1863, in dem es hieß "es ist notwendig geworden, den Regierungssitz ... in einen passenden Ort in der Cook Straße zu verlagern", Wellington zur Hauptstadt erklärt. Hintergrund war das Bestreben von Separatisten auf der goldreichen Südinsel einen eigenen Staat zu gründen. Die erste offizielle Sitzung des Parlaments fand dann am 26. Juli 1865 in Wellington statt.

1886 erhielt die Siedlung Stadtrechte.

Im April 1968 sank vor der Küste Wellingtons die Autofähre Wahine während eines Sturmes. 55 Menschen starben dabei. In den 1980er Jahren wurden aus Gründen der Erdbebensicherheit viele alte Gebäude abgerissen. Außerdem wurde der Industriehafen verlagert, so dass sich das Stadtbild in dieser Zeit drastisch veränderte. Im Dezember 2003 wurde der dritte Teil der Filmtriologie Der Herr der Ringe in Wellington uraufgeführt. Das Ereignis sorgte für den größten Menschenandrang in der Stadtgeschichte.

Touristisches

Sehenswürdigkeiten sind das Parlamentsgebäude mit dem neuen Kabinettsgebäude (Beehive), das Cable Car und der dadurch an die City angeschlossenen Botanische Garten mitsamt Aussichtspunkt oberhalb der Universität, das Old Government Buildings als größtes Holzgebäude der Südhalbkugel (heute die juristische Universitätsbibliothek), Old St. Paul's, die alte anglikanische Hauptkirche der Stadt im Stil englischer Gotik, das beeindruckende neuseeländische Nationalmuseum Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa sowie Mount Victoria als Aussichtspunkt. Wellington hat als Universitätsstadt ein sehr lockeres Flair und ein abwechslungsreiches Nachtleben mit vielen Bars, Clubs und Cafés.

Verkehr

Bus

Die Stadt hat ein gut ausgebautes Busnetz, das zum Teil von Oberleitungsbussen bedient wird.

Flugverkehr

Im Süden der Stadt befindet sich der internationale Flughafen. Von dort führen Verbindungen u.a. nach Auckland, Christchurch und ins australische Sydney. Dort werden (2002) 3.704.000 Passagiere befördert, davon 469.000 mit internationalen Zielen.

Schiffsverkehr

Von Wellington aus fahren Auto- und Eisenbahnfähren über die Cookstraße nach Picton bzw. Nelson auf der Südinsel. Auf der Strecke Wellington-Picton verkehrt seit 1997 der Katamaran The Lynx.

Söhne und Töchter der Stadt

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