Weißes Gold
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Weißes Gold ist ein Synonym für (weiße) Stoffe, die wegen ihrer Kostbarkeit Gold (im Sinne von etwas Wertvollem) genannt werden, nicht zu verwechseln mit Weißgold. Dem entsprechend gibt es auch Schwarzes Gold, jedoch mit weniger Bedeutungen.
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Bedeutung
Im Westlicher Kulturkreis westlichen Kulturkreis galt/gilt, wie bei vielen anderen Kulturkreisen, Gold als etwas Wertvolles und sogar Göttliches. Schon die Alten Ägypter sahen in Gold die Haut des Sonnengottes Ra. In anderen Kulturkreisen, wie früher bei den Mayas, wurde Gold nicht so sehr geschätzt. Die Mayas schätzten grüne Steine, z. B. Jade oder Smaragde, weshalb diese Gold gegen grüne Perlen mit den Konquistadoren tauschten. Die Spanier waren anfangs in Amerika auf der Suche nach Gold und es gab sogar mehrere Goldländer wie Eldorado.
Gold wurde mit der Zeit zum Synonym für wertvolle Gegenstände. Einige Stoffe, die man "Weißes Gold" nennt, haben den Namen aus anderen Gründen erhalten, wie z. B. Porzellan. An Stelle von Porzellan sollte Gold hergestellt werden.
Edle und künstliche Gesteine/Elemente
- Marmor galt früher als kostbar und wertvoll, wie Gold. Es wurde früher auch für die Kunst verwendet (Michelangelo). Auch heute noch ist Marmor kostbar.
- Porzellan: Früher wurde von vielen Menschen behauptet, Gold herstellen zu können. Dazu zählte auch Johann Friedrich Böttger, den der Albertiner-Fürst August der Starke in die Festung Königstein einsperren ließ damit er dort Gold herstellen sollte. Wenn ihm das nicht gelänge, sollte er exekutiert werden. Böttger gab sich als Erfinder des Porzellans, welches seitdem auch als "Weißes Gold" bekannt ist, aus und leitete die manufakturelle Herstellung ein. In Wirklichkeit stellte 1708 Ehrenfried Walther von Tschirnhaus das erste europäische Porzellan her.
- Silber: In der Frühzeit hat man Silber für die weiße Abart von Gold gehalten. Dies lag daran, dass man, z. B. die alten Ägypter, das Elektrum nicht trennen konnte. Elektrum besteht zu ca. 60 % Gold und 40 % Silber. Daher wurde Silber, eher fälschlicherweise, mit Gold aufgewogen. Andere Völker, wie z. B. die Babylonier, konnten das Elektrum trennen. Silber wird heute gewöhnlich nicht mehr als "weißes Gold" bezeichnet, da man Silber auch nicht mehr als Weiß beschreibt.
- Kreide wird auf Rügen seit fast 200 Jahren abgebaut. Durch den Verkauf hat die Insel hohe Einnahmen. Kreide wird sogar mit Edelsteinen verglichen.
- Borax: Im 19. Jahrhundert wurde (besonders in den USA) Borax wegen des Aussehens "Weißes Gold" genannt.
Organische Stoffe
- Elfenbein: Schon früher, im Altertum, galt Elfenbein als kostbarer Stoff. Auch später wurden aus Elfenbein Throne der Könige und Schmuck gefertigt. Heute ist Elfenbein immer noch ein kostbarer und teurer Stoff.
- Papier: Früher war Papier selten und teuer und so erhielt der Stoff seinen Beinamen. Da heute Papier massenweise hergestellt wird, wird Papier nicht mehr als "Weißes Gold" bezeichnet.
- Angora: Die Angora-Wolle gilt als eine der edelsten Wollarten, wie das Gold als das edelste Metall gilt.
- Baumwolle: Baumwolle wurde in Babylonien "Weißes Gold" genannt. Heute wird der Stoff eher wegen des Profits, den die Länder machen, so bezeichnet.
- Kokain und andere Drogen: Der Preis von Kokain und anderen illegale Drogen ist so hoch, dass es mit Gold gleichzusetzen ist. In einigen Fällen kann Weißes Gold auch ein Deckname sein.
Lebensmittel
- Zucker war früher ein kostbares Genussmittel nur reiche und adlige Leute. Die Bezeichnung "Weißes Gold" für den Süßstoff trat besonders im 16. Jahrhundert häufig auf.
- Spargel wird seit dem 16. Jahrhundert angebaut und verzehrt. Damals war es noch das Gemüse der Adligen. Aus diesem Grund wird der Spargel heute noch als "edelestes" oder "König der Gemüse" aber auch als "Weißes Gold" bezeichnet.
- Salz war schon in der Antike bei den Griechen und Römern ein Geschenk der Götter. Die Steinsalzkristalle wurden ab dem Mittelalter und bis ins 19. Jahrhundert als "Weißes Gold" bezeichnet und mit Edelstein aufgewogen.
- Bryndza ist ein Schafskäse aus der Slowakei. Er heißt übersetzt "Weißes Gold".



