Weißenburg in Bayern

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Wappen Karte
Bild:Wappen fehlt.jpg
Hilfe zu Wappen
Bild:Karte Weissenburg in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-Gunzenhausen
Fläche: 97,55 km²
Einwohner: 17.731 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte: 182 Einwohner je km²
Höhe: 422 m ü. NN
Postleitzahl: 91781
Vorwahl: 09141
Geografische Lage: Koordinate: 49° 02' N, 10° 59' O49° 02' N, 10° 59' O
Kfz-Kennzeichen: WUG
Gemeindeschlüssel: 09 5 77 177
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 19
91781 Weißenburg i.Bay.
Offizielle Website: www.weissenburg.de
E-Mail-Adresse: stadt@weissenburg.de
Politik
Oberbürgermeister: Reinhard Schwirzer

Weißenburg in Bayern ist eine große Kreisstadt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Lage

Weißenburg liegt in der Mitte Bayerns, ganz im Süden des Regierungsbezirks Mittelfranken. Größere Städte in der Umgebung sind Ingolstadt (55,5 km), Nürnberg (61,7 km), Augsburg (85 km), München (134,6 km) und Würzburg (150,4 km), Nachbarstädte sind Ellingen (3 km), Treuchtlingen (12 km), Gunzenhausen (ca. 25 km), Monheim (25 km), Donauwörth (40 km) und andere.

Verkehr

Weißenburg liegt an den Bundesstraße 2 (Augsburg-Nürnberg) und Bundesstraße 13 (München-Würzburg) sowie an den Bahnlinien München-Ingolstadt-Nürnberg bzw. München-Augsburg-Nürnberg. Nächster Eisenbahnknotenpunkt ist Treuchtlingen.

Ortsteile

Zu den Ortsteilen und Eingemeindungen Weißenburgs zählen Dettenheim, Emetzheim, Haardt, Hagenbuch, Hammermühle, Hattenhof, Heuberg, Holzingen, Kattenhochstatt, Kehl, Laubenthal, Markhof, Niederhofen, Oberhochstatt, Potschmühle, Rohrberg, Rohrwalk, Rothenstein, Schmalwiesen, Stadelhof, Suffersheim, Weimersheim, Weißenhof, Wülzburg.

Geschichte

Bild:Weissenburg Kastell Biriciana Tor.jpg Bild:Thermen (Weißenburg in Bayern).jpg Ausgehend von einer römischen Siedlung um das Kastell Biriciana - der Limes lag nur wenige Kilometer entfernt - entwickelte sich die spätere Reichsstadt, die um das 9. Jhdt. von einem fränkischen Königshof geprägt wurde. Es gibt keinerlei Belege für die direkte Fortführung der römischen Siedlung um das Kastell. Vielmehr deuten die Reihengräberfriedhöfe auf eine merowingische Neubesiedlung etwa 600 m östlich des ehemaligen Kastells. Dieses fränkische Dorf im 7. Jahrhundert hebt sich in keiner Weise von den anderen Dörfern der Umgebung ab und war am heutigen "Stadtbach" bzw. "Volkammersbach" gelegen. Auch die erste Pfarrkirche "St. Martin" (unter der heutigen Schranne gelegen) ist ein Beleg für dein Dorf in der späten Merowinger-/frühen Karolingerzeit.

Neben diesem Dorf (im Westen) entstand um das Ende des 7. Jahrhunderts ein Königshof. Darauf deutet dass der Hof zur sogenannten "Regnitz-Rezat-Linie" gehört.

Die erste Stadtmauer stammt aus dem 12. und 13. Jahrhundert (Obertor = 1110, Sptialtor = 1152). Im 14. Jahrhundert wurde nach Süden hin die "Vorstadt" mit dem Augustinerkloster durch eine zweite Stadtmauer mit einbezogen. Zusätzlich zur Mauer wurde noch ein 30 m breiter Graben um die Stadt angelegt, der im südlichen Teil mit Wasser gefüllt war, bzw. heute noch gefüllt ist.

Die erste urkundliche Erwähnung ist am 14. Juni 867 in der Schenkungsurkunde König Ludwigs des Deutschen an das Kloster Metten.

Erst im 19. Jahrhundert wächst Weißenburg über seine mittelalterlichen Mauern hinaus.

Heute zeugen das historische Stadtbild mit der weitgehend erhaltenen Stadtmauer, dem Gotischen Rathaus oder dem Ellinger Tor von der Zeit als Handelsstadt und der Nähe zum wohlhabenden Nürnberg.


Kirchen

  • St. Andreas (ev.) (Weihe 1327)
  • Spitalkirche (ev.)
  • Karmeliterkirche (jetzt städtisches Kulturzentrum)
  • St. Willibald (r.-kath.)
  • Heilig-Kreuz-Kirche (r.-kath.)

Politik

Bild:Weissenburg Rathaus.jpg

Stadtrat

Zusammensetzung des Stadtrates (Stand 1. Mai 2004):

  • CSU 14 Stadträte
  • FW (Freie Wähler) 3 Stadträte
  • Grüne 1 Stadtrat
  • SPD 6 Stadträte

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bild:Ellingertor (Weißenburg in Bayern).jpg Weißenburg war seit dem Hochmittelalter Reichsbesitz. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts entwickelte sich der Ort zur Stadt (1241 sind erstmals Bürger urkundlich genannt), seit Ende des 13. Jahrhunderts war Weißenburg Reichsstadt. Trotz zahlreicher Verpfändungen konnte sie diesen Status bis zum Ende des Alten Reiches bewahren. Die weitgehend erhaltene Stadtmauer stammt aus dem 14.-15. Jahrhundert, eine Stadterweiterung erfolgte ab 1376 bis um 1440. Von den drei Stadttoren ist nach Abbrüchen im späten 19. Jahrhundert noch das Ellinger Tor erhalten, das auch zwei Briefmarken der Deutschen Burndespost zierte. Der Hauptturm stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde päter um zwei kleinere Türme erweitert. Am rechten Turm ist das Stadtwappen von 1241 zu sehen. Der linke zeigt das Stadtwappen von 1481. Das Stadtbild ist geprägt von spätmittelalterlichen Fachwerkhäusern und barocken Bürgerhäusern.

Büchereien

  • Stadtbücherei Weißenburg]
  • Kath. Öffentliche Bücherei Weißenburg

Museen

  • Apothekenmuseum in der Einhornapotheke
  • Brauereimuseum der Brauerei Schneider
  • Römermuseum mit bedeutendem Weißenburger Römerschatz

Weißenburger Kirchweih

Wie überall in Franken ist auch in Weißenburg die "Kerwa" DER Treffpunkt aller Weißenburger (aus der ganzen Welt). Der Termin ist immer 3. bis 4. Sonntag im August. Der Kirchweihfestzug findet am 4. Sonntag statt. Für die Auswanderer nach Amerika war das im 19. Jahrhundert so wichtig, dass sie zum selben Termin ihre Weißenburger Kirchweih in New York feierten.

Wirtschaft

Ansässige Unternehmen

Uniformeffektenindustrie

  • Albrecht Bender GmbH & Co
  • Aurnhammer und Benedict

Kunststoffindustrie

  • Dynamit-Nobel Kunststoff GmbH
  • kipa PLAST GmbH
  • OECHSLER AG
  • Schwan Stabilo

Leonische Industrie (Draht und Kabel)

  • Gutmann Kabel
  • LEONI AG
  • Franz Raab GmbH (Kabelwerk)

Baubeschläge

  • Hermann Gutmann Werke AG

Wasserturbinen

  • OSSBERGER GmbH + Co

Siebdruckfarben

  • Pröll KG

Katalysatoren

  • RHODIUS

Herren-Modell-Bekleider

  • Regent GmbH

Krankenhaus

Kreiskrankenhaus Weißenburg

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt


Schulen

  • Grundschule
  • Hauptschule
  • Rudolf-Nebel-Realschule (Staatliche Realschule)
  • Staatliche Berufsschule
  • Landwirtschaftsschule
  • Staatliche Fachoberschule und Staatliche Berufsoberschule
  • Werner-von-Siemens-Gymnasium
  • Berufsbildungszentrum Weißenburg der Rummelsberger Anstalten e. V.
  • Berufsfachschule für Krankenpflege
  • Fachschule für Kunststofftechnik (Staatl. anerkannt)
  • Private Schule zur individuellen Lebensbewältigung der Lebenshilfe e. V.

Literatur

  • Arbeitsgemeinschaft Weißenburger Heimatforschung, UUIZINBURC WEISSENBURG 867 - 1967, Beiträge zur Stadtgeschichte, Weißenburg i. Bay. 1967
  • Weißenburg i. Bayern, Rainer Kammerl, Regensburg, 2003, 3-7954-1547-0
  • Stadt Weißenburg i. Bay. "Riedersche Chronik, Band 1 - 3", Weißenburg 2004

Weblinks

Bild:Commons-logo.svg WikiCommons: Weißenburg in Bayern – Bilder, Videos oder Audiodateien




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