Watt (Küste)

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Als Watt bezeichnet man den bei Niedrigwasser trockenfallenden Boden eines Wattenmeeres.

Watet man durch das trockengefallene Watt, so merkt man schnell, dass es Bereiche unterschiedlichen Sediments gibt. Über einige Flächen kann man bequem gehen, in den anderen sinkt man bis zu den Knöcheln oder tiefer ein. Man unterscheidet zwischen den folgenden Arten des Watts.

  • Sandwatt
  • Mischwatt
  • Schlickwatt

Inhaltsverzeichnis

Sandwatt

Bild:View From Mont-Saint-Michel.jpg Ein Großteil des Watts besteht aus dem besonders gut begehbaren Sandwatt. Es weist ein grobkörniges, sandiges Sediment auf. Der Gehalt an organischer Substanz und Wasser ist sehr gering, aber die hier typischen Tiere bewirken erstaunliche Sedimentumlagerungen.

Mischwatt

Das Mischwatt findet sich in geschützten Lagen in Festlandnähe, auf Wasserscheiden, zum Teil auch im Brandungsschutz der großen Inseln. Es ist von großer Bedeutung, da hier die größten Biomassen im Vergleich zu anderen großflächigen Lebensräumen produziert werden.

Schlickwatt

Das dunkle oder schwarze Schlickwatt ist biologisch besonders wertvoll und auf Grund von Eindeichungsmaßnahmen recht selten geworden. Es hat hohe Anteile an organischer Substanz und einen hohen Wasseranteil von 50 bis 70 Prozent. Es bildet sich zumeist nahe der Hochwasserlinie in Stillwassergebieten, insbesondere in Buchten und Landgewinnungsfeldern. Hier herrschen sehr extreme Bedingungen. Die Fauna und Flora des Meeres muss lange Trockenliegezeiten, hohe Temperaturschwankungen und die geringe Sauerstoffversorgung im Boden ertragen. Ihr steht jedoch ein besonders hoher Nährstoffreichtum zur Verfügung.

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