Wassersäule

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Die Wassersäule ist eine nicht SI-konforme Einheit zur Messung des Drucks. Verwendet wurde sie im Rahmen des CGS-Einheitensystems. Ein Meter Wassersäule (Abkürzung 1 m WS) entspricht unter Normbedingungen 9,80665 kPa (rund 0,1 bar). Obwohl die Einheit seit 1. Januar 1978 nicht mehr zulässig (verboten) ist, wird sie noch immer im Sanitärbereich, im Orgelbau und für Dichtigkeitsangaben (z.B. für Zelthäute) verwendet.

  • 1 mm WS = 9,80665 Pa
  • 10 mm WS = 1 p / cm2 = 98,0665 Pa
  • 1 m WS = 7453054/101325 mm Hg ~= 73,556 mm Hg = 73,556 Torr ~= 0,09678 atm
  • 1 m WS = 9,80665 kPa = 98,0665 hPa = 98,0665 mbar = 0,0980665 bar
  • 10 m WS = 1 at = 1 kp/cm2 = 98,0665 kPa

Dichtigkeit

Die Wassersäule ist auch eine Maßeinheit, um die Dichtigkeit z.B. von technischen Geweben (Zelte, Funktions- und Regenbekleidung) anzugeben. Dort wird die Wassersäule angegeben, die auf dem Gewebe lasten kann, bevor es Feuchtigkeit durchläßt. Ab einem fest definierten Wert (Regenkleidung 1,3 m, Oberzelte 1,5 m und Zeltböden 2 m nach DIN) gilt das Gewebe als wasserdicht.

Auch bei Uhren wird nach DIN 8310 (DIN 8306 bei Taucheruhren) ein Äquivalent zur Höhe einer Wassersäule (30 Minuten in 1 m Wassertiefe und 90 Sekunden in 20 m Wassertiefe) angegeben, das alle Dichtungen aushalten müssen, damit sie als wasserdicht bezeichnet werden dürfen. Bei diesen Meterangaben handelt es um eine bildliche Darstellung des Prüfdruckes, welcher aber bereits durch eine heftige Schwimmbewegung oder einen Schlag aufs Wasser um das Vielfache überstiegen werden kann.


Siehe auch: Luftdruck, Pferdestärke, Kilopondmeter



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