Wasserralle
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| Wasserralle | ||||||||||
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| Bild:Rallus aquaticus 1 (Marek Szczepanek).jpg | ||||||||||
| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Rallus aquaticus | ||||||||||
| Linnaeus, 1758 |
Die Wasserralle (Rallus aquaticus) ist eine Vogelart aus der Familie der Rallenvögel (Rallidae).
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Die 25 bis 30 cm große Wasserralle wiegt in etwa 100 bis 190 g und hat eine Flügelspannweite 40 bis 45 cm. Die Wasserralle hat einen kurzen Schwanz und einen leicht nach unten gebogenen, rötlichen Schabel. Kopfseiten, Kehle, Hals und Brust sind schiefergrau bis graublau. Die Augen sind rötlich und die mittellangen Beine mit den recht langen Zehen sind fleischfarbig gefärbt. Das Gefieder am Bauch, an der Brust und im Gesicht ist hellblau. Der Rücken ist dunkelbraun mit schwarzen Streifen gekennzeichnet. An den Seiten ist eine schwarz-weiße Musterung zu finden. Männchen und Weibchen haben die gleiche Färbung.
Die Küken sind generell schwarz und haben einen hellen Schnabel. Der Ruf klingt in etwa wie "kruieh" und erinnert an ein Ferkel.
Lebensraum
Die Wasserralle lebt in Nordafrika, in fast ganz Europa (außer Nordskandinavien) und in Asien. Die scheue Wasserralle fühlt sich in Sumpfgebieten besonders wohl. Sie bevorzugt sehr feuchte Gebiete mit viel Schilf und einer sehr dicht bewachsenen Umgebung. Da sie ausgesprochen versteckt lebt, sind es vor allem die Rufe, die ihre Anwesenheit verrät.
Im Winter ziehen manche Wasserrallen nach Süd- und Westeuropa. Sie ist im allgemeinen ein Stand- und Strichvogel.
Lebensweise
Wasserrallen sind Einzelgänger, die auch im Winter ihre Nahrungsreviere verteidigen. Diese Eigenschaft machen sich Vogelschützer zur Bestandfeststellung zu nutze. Die Vögel reagieren sehr schnell auf vom Tonbandaufnahmen abgespielte Rufe.
Die Reviere umfassen durchschnittlich etwa 300 Quadratmeter; können aber in ihrer Größe in Abhängigkeit vom Lebensraum deutlich variieren.
Ernährung
Die Wasserralle ernährt sich von kleinen Fischen, Krebstieren, Weichtieren, Insekten und deren Larven.
Fortpflanzung
Die Brutzeit erstreckt sich von April bis August. Beide Partner bauen sich ein Nest aus Gras, Halmen und anderen Pflanzenteilen, das sehr gut in der dichten Sumpfvegetation versteckt ist. Das Weibchen legt sechs bis zwölf etwa 35 mm große Eier, die von beiden Partnern drei Wochen lang gewärmt werden bis die Küken schlüpfen. Die Jungvögel sind Nestflüchter und werden nach sieben bis acht Wochen flügge.
Bestandssituation
Die Wasserralle zählt zu den gefährdeten Vogelarten. Sie leidet ebenso wie das ihr ähnelnde Tüpfelsumpfhuhn insbesondere unter den gravierenden Zerstörungen ihres Lebensraumes durch Entwässerungen, Deichbau und der Verbauung natürlicher Ufer. Da die Wasserralle wie die meisten der Rallenvögel sehr niedrig fliegt, wird sie häufig ein Opfer von Hochspannungsleitungen.



