Warstein
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| Wappen | Karte |
|---|---|
| Bild:Warstein.png | Bild:Lage der Stadt Warstein in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Regierungsbezirk Arnsberg |
| Landkreis: | Kreis Soest |
| Geografische Lage: | Koordinate: 51° 27' n. Br., 8° 22' ö. L.51° 27' n. Br., 8° 22' ö. L. |
| Höhe: | 220,0-580,9 m ü. NN |
| Fläche: | 157,91 km² |
| Einwohner: | 29.567 (01. Okt. 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 187 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 59581 (alt: 4788) |
| Vorwahl: | 02902 (Warstein)/ 02925 (Allagen) |
| Kfz-Kennzeichen: | SO |
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 74 044 |
| Stadtgliederung: | 9 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Dieplohstraße 1 59581 Warstein |
| Website: | www.warstein.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Manfred Gödde (BG) |
Warstein ist eine Stadt im Süden des Kreises Soest in Nordrhein-Westfalen.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Geografische Lage
Warstein liegt im Naturpark Arnsberger Wald an der Wester und am nördlichen Rande des Sauerlandes zum sich nördlich daran anschließenden Haarstrang und der Westfälischen Bucht. Das Stadtgebiet Warsteins gliedert sich auf in den von Wald bedeckten Süden (Warsteiner Wald) und den unbewaldeten Norden (Haarstrang). Die Grenze zwischen den beiden Landschaftsformen bildet der Fluss Möhne.
Nachbargemeinden
Warsteins Nachbargemeinden, aufgelistet im Uhrzeigersinn beginnend im Norden: Anröchte, Rüthen, Bestwig, Meschede, Arnsberg, Möhnesee, Bad Sassendorf.
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet ist in neun Ortsteile eingeteilt:
Geschichte
Schon lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1072 war die Bilsteinhöhle zwischen Warstein und Hirschberg besiedelt. Die Stadtrechte bekam Warstein 1276 von Siegfried von Westerburg. Im Mittelalter war Warstein lange Mitglied der Hanse, die viel Reichtum in die Stadt brachte. Die damaligen Hauptwirtschaftszweige waren wegen großer Waldgebiete die Forstwirtschaft, zudem die Eisengewinnung und -verarbeitung, sowie den Ackerbau. Große Teile der Stadt wurden am 31. Dezember 1802 durch einen Brand zerstört. In dessen Folge wurde der Kern der Stadt vom bisher besiedelten Stadtberg an den Fluss Wester verlegt. 1844 wurde das Amt Warstein gegründet, das bis 1902 dem Erzbistum Köln angehörte. Seit dem 1. Januar 1975, als im Rahmen einer Gebietsreform die Struktur Nordrhein-Westfalens völlig verändert wurde, besteht Warstein in seiner heutigen Form, denn das Amt Warstein wurde damals mit den umliegenden Städten und Gemeinden Allagen, Belecke, Hirschberg, Mülheim/Möhne, Niederbergheim, Sichtigvor, Suttrop und Waldhausen zur neuen Stadt Warstein zusammengefasst. Außerdem wurde Warstein vom Kreis Arnsberg, der zu großen Teilen zum heutigen Hochsauerlandkreis wurde, an den Kreis Soest gegeben.
Religionen
Warstein gehörte früher lange dem Erzbistum Köln an, weshalb auch heute noch über 2/3 der Bevölkerung römisch-katholisch sind. Nicht einmal 20 % der Warsteiner sind evangelisch, etwa 15 % haben eine andere oder gar keine Religion.
Einwohnerentwicklung
- 1990 - 28.363
- 1998 - 29.102
- 1999 - 29.084
- 2000 - 29.028
- 2001 - 29.007
- 2002 - 29.012
- 2003 - 28.762
- 2004 - 28.629
(jeweils zum 31. Dezember)
Politik
Gemeinderat
Bei den Wahlen zum Gemeinderat am 26. September 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:
| Partei / Gruppierung | Sitze |
|---|---|
| CDU | 16 (+1) |
| SPD | 12 (-2) |
| BG | 7 (+1) |
| WAL (Warsteiner Alternative Liste) | 2 (-1) |
| FDP | 1 (+1) |
Bürgermeister
Wappen
Das Warsteiner Stadtwappen ist seit dem 13. August 1975 genehmigt. Es zeigt auf der linken Seite ein schwarzes Kreuz auf weißem Grund, das Zeichen des Erzbistums Köln. Die neun weißen Punkte auf der rechten Wappenseite symbolisieren die neun Ortsteile. Zuvor hatte das Amt Warstein ein schwarzes Wappen, auf dem ein weißes Stadttor abgebildet ist, in dem der heilige Petrus (Patron des Bistums Köln) mit einem Kreuz und einem Schlüssel steht.
Städtepartnerschaften
Warstein unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
- Saint Pol, Frankreich, seit 1964
- Wurzen, Sachsen, seit dem 3. Oktober 1990
- Hebden Royd, Vereinigtes Königreich, seit November 1995
Mit der italienischen Stadt Pietrapaola unterhält Warstein seit dem 2. September 2001 eine offizielle Städtefreundschaft.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
Theateraufführungen finden in der Theateraula im Stadtteil Belecke statt
Museen
Die barocke Schlossanlage Haus Kupferhammer an der B 55 beiinhaltet mit dem Stadtmuseum das größte und bekannteste Museum Warsteins. Weitere Museen finden sich in den Ortsteilen: In der Schatzkammer Propstei Belecke ist das Stadtmuseum für Sakralkunst und Ortgeschichte untergebracht, im Allagener Haus Dassel wurde eine Heimatstube eingerichtet, in Hirschberg befindet sich ein Jagdmuseum und in Sichtigvor ein Kettenschmiedemuseum.
Musik
Es gibt in Warstein einige Musikvereine, so zum Beispiel ein Blasorchester in Allagen, mehrere Chöre und Spielmannszüge im ganzen Stadtgebiet, Jagdhornbläser in Warstein, Hirschberg und Suttrop, sowie einen Rock Club in Suttrop. Außerdem gibt es eine Städtische Musikschule, die für Kinder im Vorschulalter Gesangsstunden anbietet, aber auch das Spielen von Insrumenten und die Orchesterarbeit unterrichtet.
Bauwerke
Hier sind neben dem Haus Kupferhammer vor allem die vielen Kirchen im Stadtgebiet zu nennen. Die katholische St. Pankratius-Pfarrkirche bildet mit dem Marktplatz davor den Mittelpunkt der Innenstadt. Noch älter aber ist die "Alte Kirche" auf dem Stadtberg, die im späten Mittelalter den Ortskern bildete und von der (heute nur noch spärlich erhaltenen) Stadtmauer eingeschlossen wurde. Die ältesten Häuser Warsteins liegen im direkten Umkreis der Kirche, die Straßen auf dem Stadtberg sind sehr eng. Historisch bedeutsam ist auch die Altstadt Beleckes, aber auch die Ortskerne der anderen Ortsteile werden in ihrem Aussehen von Fachwerkhäusern bestimmt.
Sport
Ein bedeutender Sport für die Warsteiner ist durch die jährlich stattfindene Warsteiner Internationale Montgolfiade der Ballonsport. Auch durch die Brauerei ist der Reitsport in Warstein beliebt geworden. Jährlich findet die Warsteiner Champions Trophy in der Nähe des Montgolfiade-Geländes statt. Sie soll vor allem jungen Reitern eine Chance bieten sich im Profigeschäft zu etablieren.
Natürlich gibt es auch reichlich Sportvereine, in denen verschiedenste Sportarten, angeführt von Fußball und Handball, angeboten werden. Das Warsteiner Hallenbad wurde erst vor wenigen Jahren zu einem Allwetterbad umgebaut, ein Waldfreibad gibt es im Ortsteil Hirschberg.
Regelmäßige Veranstaltungen
Neben der oben schon erwähnten, seit 1986 jährlich stattfindenen Montgolfiade findet das Warsteiner Brauerfest statt und zwar immer am ersten September-Wochenende, parallel zur Montgolfiade. Höhepunkt des Brauerfestes ist ein sonntäglicher Festumzug.
Die Belecker feiern den Jahrestag des letzten Angriffes auf den Ort im Zuge der Soester Fehde mit dem Sturmtag kurz vor Pfingsten. Tradition sind die Schnadezüge in fast jedem Ortsteil und die ebenso fast in jedem Ortsteil stattfindenden Schützenfeste.
Groß geschrieben wird auch der Karneval. In vielen Ortsteilen bestehen Karnevalsgesellschaften, für die der Rosenmontag mit den bunten Umzügen stets der Höhepunkt ist. Im Stadtgebiet finden zwei Rosenmontagszüge statt: einer organisiert von den Warsteiner und Suttroper Karnevalisten zusammen, der andere in Belecke.
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaftsschwerpunkte in Warstein sind:
- die Forstwirtschaft: Der südliche Teil des Stadtgebiets von Warstein ist bis auf die besiedelte Fläche von Warstein, Suttrop und Hirschberg fast vollständig von Wald bedeckt.
- die Landwirtschaft: Durch Lössboden ist der Teil nördlich der Möhne gut für den Ackerbau geeignet. Er gehört zur Soester Börde.
- das Brauwesen: Die Warsteiner Brauerei ist eine der größten Brauereien Deutschlands. Auch in Suttrop gibt es ein kleines Brauhaus
- die Eisenverarbeitung: unter anderem in den Siepmann-Werken
- die Elektrotechnik: große Betriebe dieser Branche haben sich in Belecke niedergelassen.
- der Bergbau (Kalk-Tagebau): Der hochreine Warsteiner Kalkstein findet im weiten Umkreis zur Korrektur der Rohmaterial-Mischungen in Zementwerken Verwendung. Hauptsächlich noch zum Zweck seines Transportes in die umliegenden Zementwerke ist eine private Eisenbahnlinie der Westfälischen Landeseisenbahn in Betrieb, die von Warstein über Belecke, hinauf auf die Haar nach Erwitte, weiter nach Neubeckum und Ennigerloh führt.
Verkehr
Warstein liegt an den Bundestraßen B 55 und B 516, hat zudem Ausfahrten an der A 46 und der A 44. Der nächste Flughafen Paderborn/Lippstadt ist etwa 20 km entfernt, die nächsten Bahnhöfe liegen in Meschede, Soest und Lippstadt.
Medien
In Warstein erscheinen die Tageszeitungen Westfalenpost, Warsteiner Anzeiger und Westfälische Rundschau, wobei die Lokalredaktion der Rundschau 2005 geschlossen wurde. Sie erscheint jetzt mit dem Lokalteil der Westfalenpost. Der Kreis Soest ist Sendegebiet des an das Rahmenprogramm von Radio NRW angschlossene Lokalradio Hellweg Radio mit Sitz in Soest.
Bildung
In Warstein gibt es folgende Schultypen:
- Johannes-Grundschule Allagen, Grundschule Westerberg Belecke, Christophorusschule Hirschberg, St. Margaretha-Schule Sichtigvor, Grundschule Suttrop, Johann-Gutenberg-Schule Warstein, Lioba-Schule Warstein
- Hauptschule Möhnetal Belecke, Hauptschule Warstein
- Realschule Belecke
- Gymnasium der Stadt Warstein
- Grimmeschule - Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen
Weiterhin gibt es im Kreis Soest die Volkshochschule Möhne-Lippe.
Literatur
- Heppekausen, Wolfgang; Clewing, Christian: Warstein: Bilder einer sauerländischen Stadt. Selbstverlag, Warstein 2001. ISBN 3-00-008520-3
- Gerte, Franz im Auftrag der Volkshochschule Möhne-Lippe: Wie war das?: Belecke 1923-1948. Selbstverlag, Belecke 2001.
- Bamberg, Fritz: Die neue Stadt Warstein in alten Ansichten. Europäische Bibliothek, Zaltbommel 1986. ISBN 90-288-3363-3
- Bender, Josef: Geschichte der Stadt Warstein. Stein, Werl 1973. ISBN 3-920980-03-4
- Sandgathe, Günther: Die Stadt Warstein im Dreissigjährigen Krieg. Selbstverlag, Warstein 1971.
Weblinks
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