Walker Zirkulation
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Die zonale Luftzirkulation, die die meridionale Luftzirkulation der Hadley-Zellen überlagert, wird Walker-Zirkulation oder auch äquatoriale Zirkulation genannt.
Bild:Walker-zirkulation.png Sie entsteht durch die Anwesenheit der Kontinente, vor deren Ostküsten am Äquator sich warme Wassermassen aufstauen und so Konvektion, verbunden mit Tiefdruck und heftigen Niederschlägen, verursachen. Gleichzeitig wird an den Westküsten der Kontinente durch die Passatwinde kaltes Wasser an die Oberfläche gebracht (upwelling), was ein Absinken der Luftmassen begünstigt (Hochdruck). Über den Ozeanbecken bilden sich dadurch Konvektionezellen, die am westlichen Ende aufsteigen und am Östlichen wieder absinken. Dazwischen existieren Ausgleichsströmungen, die an der Oberfläche Luft westwärts transportieren und in der Höhe ostwärts. Zwischen diesen Konvektionszellen liegen die Kontinente, über denen sich ebenfallls Konvektionszellen ausbilden. Diese sind aber den Ozeanischen entgegengesetzt, die Luft sinkt an der Westküste ab und steigt an der Ostküste, verbunden mit Regenfällen, wieder auf. Diese Zirkulation findet über dem Äquator statt, wo die Corioliskraft verschwindet und somit keinen Einfluss darauf hat.
Die Walker Zirkulation ist nach dem englischen Meteorologen Sir Gilbert Walker benannt, der in den 20er Jahern des 20sten Jahrhunderts eine Korellation zwischen hohem Luftdruck über dem Ostpazifik mit Niederem über dem Westpazifik (Southern Oscillation) entdeckte.
Bei Klimaphänomenen wie El Niño oder seinem Pendant im indischen Ozean wird die Walkerzelle über dem betroffenen Ozean abgeschwächt oder kehrt sich sogar um. Aus dieser Umkehr ergeben sich grosse Wetteranormalien in den betroffenen Gebieten, wie Dürren, Überschwemmungen u.v.m.



