Waldteufel (Schmetterling)

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Waldteufel
Bild:Erebia aethiops01.jpg
Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Fluginsekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Augenfalter (Satyridae)
Gattung: Erebia
Art: Waldteufel
Wissenschaftlicher Name
Erebia aethiops
Esper, 1777

Der Waldteufel oder Graubindige Mohrenfalter (Erebia aethiops) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Augenfalter. Der Waldteufel wurde vom BUND Nordrhein-Westfalen zum Schmetterling des Jahres 2003 gewählt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Hinterflügelunterseiten der Männchen sind dunkel rotbraun gefärbt und basal in etwa gelbbraun. Das Postdiskalband ist silbergrau und gut ausgeprägt. Die Hinterflügelunterseiten des Weibchens sind bräunlich bis gelblichbraun während das Postdiskalband lederfarben ist. Zur gleichen Zeit wie der Waldteufel fliegt auch der Weißbindige Mohrenfalter (Erebia ligea). Eine sichere Unterscheidung ist an Hand der Flügelunterseite möglich.

Ähnliche Arten:

  • Weißbindiger Mohrenfalter (Erebia ligea, Satyridae)
  • Erebia euryale (Satyridae)

Flugzeit

Der Waldteufel fliegt von Ende Juli bis Mitte August.

Lebensraum

Zu den Lebensräumen des Waldteufels zählen Waldränder und Lichtungen in Laubmischwäldern und angrenzende trockene oder feuchte Wiesen. Dazu gehören auch Kohldistelwiesen und Hochstaudenfluren in Wiesentälern. Zu nennen sind auch Trockenhänge (Wacholderheiden) am Rande eichenreicher Wälder sowie Ränder und Lichtungen in Trockenwäldern [3].

Lebensweise

Gräser, wie die Aufrechte Trespe (Bromus erectus), Fieder-Zwenke (Brachyopodum pinnatum), Land-Reitgras (Calamagrostis epigejos) dienen der Raupe als Futterpflanze. Zu den Nektarpflanzen des Falters zählen Silberdistel, Wald-Witwenblume, Acker-Witwenblume, Tauben-Skabiose, Dost, Wiesen-Flockenblume, Acker-Kratzdistel, Stengellose Kratzdistel und Nickende Kratzdistel.

Verbreitung

Der Waldteufel ist verbreitet in Schottland, lokal in Nordwestengland, in Frankreich im Zentralmassiv, den Cevennen und im zentralen Osten. Er kommt weiterhin vor von Belgien bis Lettland, in der Schweiz, auf dem Balkan und Nordgriechenland (Rhodopen), in den Apuanischen Alpen und den Ligurischen bis Cottischen Alpen. Er ist nicht vertreten in Norddeutschland und Fennoskandinavien.

Rote Liste BRD: Stufe 3 ("gefährdet")

Literatur

  • [1] Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas. Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7
  • [2] Hans-Josef Weidemann: Tagfalter: beobachten, bestimmen. Naturbuch-Verlag, Augsburg 1995, ISBN 3-894-40115-X
  • [3] Günter Ebert, Erwin Rennwald: Die Schmetterlinge Baden Württembergs Band 2, Tagfalter II. Ulmer Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-8001-3459-4

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