Vizepräsident
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Der Vizepräsident ist der Vertreter eines Präsidenten, sowohl in der Politik als auch in der Ökonomie. Er kann repräsentative Aufgaben haben und steigt im Falle des Todes oder des Rücktritts des Präsidenten ohne Wahl provisorisch an dessen Stelle.
Der Vizepräsident kann bei der Wahl des Präsidenten mit aufgestellt werden, um den Präsidentschaftskandidaten so für Wähler, die nicht zu dessen eigentlicher Klientel gehören, wählbar zu machen.
In der Wirtschaft sind Vizepräsidenten meist für ein bestimmtes Ressort verantwortlich.
USA
Der amerikanische Vizepräsident tritt mit dem Tode des Präsidenten automatisch und bis zum Ende der ursprünglichen Amtszeit an seine Stelle. Er wird mit dem Präsidenten zusammen gewählt. Fällt der Vizepräsident weg, so ernennt der Präsident mit Zustimmung des Senats einen neuen Vizepräsidenten.
Argentinien
Präsidentschaftskandidat und Vizepräsidenschaftskandidat treten im Wahlkampf als so genannte formula (Wahlformel) auf. Im Falle des Todes oder der Abwesenheit des Präsidenten führt der Vizepräsident dessen Amstgeschäfte. Der Vizepräsident ist gleichzeitig der Präsident des argentinischen Senats. In seiner Abwesenheit - was sehr häufig der Fall ist - wird der Senat vom Provisorischen Präsidenten des Senats (Presidente Provisorio del Senado) geleitet. Dieser übernimmt die Amtsgeschäfte des Präsidenten, falls dieser und sein Vizepräsident die Amtsgeschäfte nicht führen können. Zum letzten Mal kam dies 2001 vor, als Präsident Fernando de la Rúa zurücktrat. Sein Vizepräsident Carlos Alvarez war schon lange vorher, im Oktober 2000, zurückgetreten und so musste der Provisorische Präsident des Senats Ramón Puerta die Geschäfte übernehmen.



