Vernersches Gesetz
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Der dänische Sprachwissenschafler Karl Verner formulierte im Jahre 1875 folgendes nach ihm benannte Gesetz:
Die im Germanischen durch die erste Lautverschiebung entstandenen stimmlosen Frikative („Reibelaute“) f, th, ch und chw sowie das alte, aus dem Indogermanischen ererbte s wurden neben Vokalen, Nasalen und Liquiden („in stimmhafter Umgebung“) zu den stimmhaften Frikativen b’, d’, g’, g’u und z, es sei denn, die Wortbetonung lag im Indogermanischen auf der unmittelbar vorangehenden Silbe.
Das Verner’sche Gesetz erklärt damit eine Reihe von Ausnahmen zu Grimms Gesetz.
Es spielte eine große Rolle bei der Bestätigung neugrammatischer Regularitätsprinzipien.
Zur Datierung: Das Vernersche Gesetz setzt die erste Lautverschiebung voraus. Da diese nach Forschungen aus den 1990er Jahren erst im späten 2. oder aber 1. Jahrhundert vor Christus stattfand (vgl. Germanen), in allen germanischen Sprachen die Veränderungen gemäß dem Vernerschen Gesetz aber vollzogen wurden und sich die germanische Spracheinheit bereits um Christi Geburt aufzulösen begann, beschreibt das Vernersche Gesetz offenbar einen Vorgang aus dem 1. Jahrhundert v. Chr..
Siehe auch: Grammatischer Wechsel



