Umweltverschmutzung
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Bild:Autowrack.JPG Bild:Exhausted battery.JPG Bild:Air-pollution.JPG Bild:Oil-spill.jpg Bild:Pollution swan.jpg Unter Umweltverschmutzung wird im Rahmen des Umweltschutzes ganz allgemein die Verschmutzung der Umwelt, das heißt des natürlichen Lebensumfelds des Menschen, durch die Belastung der Natur mit Abfall- und Schadstoffen, z.B. Giften, Mikroorganismen und radioaktiven Substanzen, verstanden.
Dabei kann sich die Umweltverschmutzung nicht nur auf ihren Entstehungsort begrenzen, sondern auch durch Wind, Wasser oder andere Mechanismen in weiter entfernten Bereichen auftreten (Ferntransport (Umwelt)) und so an Orten nachgewiesen werden, wo sie nie eingesetzt worden sind.
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Bereiche der Umweltverschmutzung
In Abhängigkeit vom betrachteten Umweltkompartiment (Wasser, Boden, Luft) kann die Umweltverschmutzung in verschiedene Bereiche eingeteilt werden:
- Luftverschmutzung
- Gewässerverschmutzung
- Grundwasserbelastung
- Verunreinigung des Bodens (siehe Bodenschutz)
- Lärm
- Lichtverschmutzung
- Geruchsverschmutzung
Geschichte der Umweltverschmutzung
Die Geschichte der Umweltbelastung ist prinzipiell durch fünf Entwicklungsschritte geprägt. Mit jedem Schritt ist das Ausmaß bzw. die Verbreitung der Umweltbelastung bis hin zur globalen Umweltverschmutzung gewachsen.
Feuer
Mit der Nutzung des Feuers durch den Menschen trat erstmals - allerdings lokal eng begrenzt - eine vom Menschen verursachte Umweltverschmutzung auf. Die durch das Feuer entstehenden Emissionen und Verbrennungsrückstände haben keinesfalls zu einer nachweislichen Belastung der Umwelt geführt.
Landwirtschaft
Mit dem Beginn der Landwirtschaft hat der Mensch durch das Anlegen von Monokulturen erstmals Ökosysteme verändert. Diese Veränderungen waren allerdings reversibel, d.h. sobald eine Anbaufläche nicht mehr genutzt wurde, hat die Natur sie sich innerhalb kurzer Zeit wieder zurückgeholt.
Städtebau
Der Beginn der Zivilisation (Städtebau) führte erstmals auch zu irreversiblen Umweltveränderungen. Das Abholzen großer Waldbestände im Mittelmeerraum für den Flottenbau ist ein markantes Beispiel für eine irreversible Veränderung eines Ökosystems. Die Gewinnung von Metallen durch das Schmelzen von Erzen ist ein Beispiel für die erste massive von Menschen verursachte Umweltverschmutzung.
Industrie
Größere Umweltschäden im direkten Umfeld von Fabriken treten mit dem Beginn der industriellen Revolution auf. Die vielfach schwefelhaltigen Abgase (Rauchgase) führten teilweise zu starken Schäden bis hin zum Absterben der angrenzenden Vegetation.
Globalbelastung
Das 20. Jahrhundert ist gekennzeichnet durch das Auftreten von globalen Umweltproblemen, wie z.B. das Ozonloch oder der möglichen Klimaänderung durch die steigende Emission von sogenannten Treibhausgasen. Langlebige organische Schadstoffe, die sog. POPs, durch bestimmte Ferntransportmechanismen verbreiten sich weltweit und werden fernab ihrer Einsatzgebiete nachgewiesen. Die Anreicherung (Akkumulation) von Schadstoffen in der Umwelt oder in Lebewesen kann weitergehende Schäden verursachen (s. z.B. Diskussion um den Einsatz von DDT).
Wichtige umweltverschmutzende Stoffe
Die Umwelt kann durch viele Stoffe verschmutzt werden, z.B.
- Chemikalien
- Schwermetalle, siehe Bleikinder und Gressenicher Krankheit
- Öl
- Dünger (Nitrat, Phosphat) bei unsachgemäßer Anwendung
- Pestizide, Herbizide, Fungizide in Landwirtschaft und Hausgärten bei unsachgemäßer Anwendung
- Kohlendioxid bei Freisetzung durch Verbrennung fossiler Brennstoffe
- Stickoxide, Ammoniak
- Schwefeldioxid
- Arzneimittel, Antibiotika
Folgen der Umweltverschmutzung
Die Folgen der Umweltverschmutzung sind bereits seit dem Beginn der Industrialisierung bekannt, als in der unmittelbaren Umgebung von Fabrikanlagen Pflanzenschäden beobachtet wurden. In das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit rückten die Folgen der Umweltverschmutzung Anfang der 1970er Jahre mit dem Auftreten von Waldschäden und der Diskussion um den Sauren Regen.



