Timorsee
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Bild:Timor See.jpg Die Timorsee ist ein etwa 61.500 km² großes Nebenmeer des Indischen Ozeans mit einer Tiefe von maximal 3.300 Metern. Es erstreckt sich zwischen der australischen Nordküste, der Insel Timor und der Arafurasee im Osten.
Unter der Timorsee liegen umfangreiche Öl- und Gasreserven. Australien und Osttimor streiten über die Förderrechte in einer als Timor-Gap (Timor-Lücke) bezeichnetem Gebiet. Dies ist das Gebiet, wo sich Australiens Gebietsansprüche, die sich nach dem Prinzip des Kontinentalsockels (der unterseeischen Ausdehnung eines Kontinents bis zu 200 Meter Wassertiefe) richten, mit denen von Osttimor überschneiden. Osttimor folgt seiner ehemaligen Kolonialmacht Portugal, das forderte, dass die Trennlinie überseeisch genau auf halber Strecke zwischen den beiden Ländern liegen sollte.
Das Prinzip der Mittellinie ist auch seit 1982 in der Internationalen Seerechtskonvention festgeschrieben, trat aber erst 1994 in Kraft. Australien handelte vorzeitig mit Indonesien, das Osttimor von 1974 - 1999 besetzt hielt, für sich günstigere Verträge aus. Australien verstieß sogar gegen UN-Resolutionen indem es die Souveränität Indonesiens über Osttimor anerkannte. Nach der Unabhängigkeit Osttimors musste Australien neu verhandeln, setzte das finanziell gebeutelte Osttimor, das dringend auf die Öl-Gelder angewiesen ist, unter Druck. In Australien gründeten im Januar 2004 Gegner der Regierungspolitik von John Howard die Timor Sea Justice Campaign, die sich für eine faire Aufteilung der Ölreserven einsetzt.
Weblinks
- Homepage der Timor Sea Justice Campaign
- Australien greift nach den Ressourcen Osttimors von Jean-Pierre Catry - Le monde diplomatique November 2004
Koordinate: 11° 32′ 2" s. Br., 126° 1′ 35" ö. L.



