Třebíč

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Třebíč (deutsch Trebitsch) ist die Bezirksstadt des Okres Třebíč in Tschechien. Sie hat 38.785 Einwohnern (1. Januar 2004) und befindet sich an beiden Seiten der Igel, der eine natürliche Achse der Stadt aber auch des gesamten Bezirks bildet. Umgeben ist die in 405 m ü.M. gelegene Stadt von der für die Böhmisch-Mährische Höhe typischen Natur. Während der langen Jahrhunderte wuchs die Stadt zu einem Zentrum der Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Kultur in Südwestmähren.

Geschichte

Die ersten schriftlichen Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1101, als die mährischen Fürsten Oldřich Brněnský und Litold Znojemský hier eine Benediktinerkloster errichten ließen. Durch die Großzügigkeit der Herrscher gehörte das Kloster zu den Reichsten im Reich der Přemysliden und war dadurch auch das Zentrum der kirchlichen Verwaltung.

Gegen Ende des 13. Jahrhunderts wurde ein neues Gebäude in romanisch-gotischen Stil erbaut, die heute den Namen der Jungfrau Maria und des Heiligen Prokops trägt. Diese Basilika überlebte auch den Untergang des Klosters und wird heute als eine der wertvollsten Bauten dieses Jahrhunderts betrachtet. Die um das Kloster entstehende Siedlung erhielt dann auch bald 1277 den Status einer Stadt. 1335 durfte die Stadt durch Erlaubnis des Karl IV. (HRR) und Johann von Luxemburg die Stadt befestigen. Die Überreste aus dem 14. Jahrhundert sind noch heute erhalten.

1468 wurde die Stadt während der Kriege des Georg von Podiebrad und Matthias Corvinus fast völlig vernichtet. Auch später brannte die Stadt des Öfteren aus und so kann man heute kaum noch Hinweise auf die Bauweise der Gotik oder Renaissance finden. Ausnahmen bilden zwei Häuser auf dem Karlsplatz und die Kirche des Heiligen Martin aus dem 13. Jahrhundert.

Vor der Schlacht am Weißen Berg gehörte Třebíč den Anhängern der Brüdereinigkeit (jednota bratrská). Den dreißigjährigen Krieg, damals gehörten sie dem Geschlecht der Waldsteins, überstand die Stadt ohne größere Schäden und wehrte sich erfolgreich auch lange Zeit gegen die Regkatholisierung. Erst später bauten die Katholiken als Zeichen des Sieges das Kapuziner-Kloster auf Jejkov.

Zu großen Veränderungen kam es im 19. Jahrhundert. Den Webern und Tuchmachern folgten die Herstellung von Schuhen und die Lederbearbeitung. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewannen die böhmischen Einwohner auch den Kampf um die politische Macht in der Stadt gegen die reichere und einflussnehmende deutsche Minderheit.

Heute bilden den wirtschaftlichen Schwerpunkt weiterhin die Traditionsbranchen Schuhherstellung, Maschinenbau und Holzverarbeitung, sowie die Kernenergieerzeugung.

Gemeindegliederung

Zu Třebíč gehören die Stadtteile Borovina, Budíkovice, Horka-Domky, Jejkov, Nové Dvory, Nové Město, Pocoucov, Podklášteří, Ptáčov, Račerovice, Řípov, Slavice, Sokolí, Stařečka, Týn, Vnitřní Město, und Zámostí.


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