Syrdarja
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Der 2.200 km* lange Syrdarja (auch: Syr-Darja / Syr; im Altertum: Jaxartes) ist ein Zufluss des Aralsees in Zentralasien.
Flusslauf
Der Fluss entsteht in Usbekistan durch den Zusammenfluss von Naryn und Karadarja, zwei aus Kirgisien stammende Quellflüsse. Deren "Flusshochzeit" befindet sich im riesigen Ferganatal zwischen dem Tienschan- und Alai-Gebirge. Von dort fließt er in Richtung Westen durch das Tal und passiert eingangs des Kajrakkum-Stausees die Grenze zu Tadschikistan, das er in westliche Richtung durchquert. Etwas unterhalb des Stausees gelangt sein Wasser erneut nach Usbekistan, um später die Grenze nach Kasachstan zu überqueren. Im zuletzt genannten Land, das die Syrdarja in Richtung Nordwesten durchfließt, bildet sie den Nordrand der Kysylkumwüste. Als sie noch genügend Wasser führte, mündete sie in den abflusslosen Aralsee und bildete im Becken dieses Sees ein kleines Binnendelta.
Ökokatastrophe
Ein ausgedehntes System von Bewässerungskanälen, zum Teil schon im 18. Jahrhundet von den Khanen von Kokand angelegt, entzieht dem Fluss sein Wasser. Die gewaltige Expansion dieses Kanalsystems während der Sowjetzeit, als die Baumwollproduktion in Zentralasien forciert wurde, hat der Region eine Umweltkatastrophe beschert. Der Fluss trocknet heute lange vor dem Erreichen des Aralsees vollständig aus und der See selbst ist nur noch ein kleiner Rest, durch Austrocknen in zwei Teile geteilt. Weil heute Millionen von Menschen in dieser Baumwollregion siedeln, die zudem von repressiven Regierungen in Kasachstan, Usbekistan and Turkmenistan verwaltet wird, ist es höchst unklar, wie man diese Problematik in den Griff bekommen kann.
Stauseen
Die Syrdarja wird mehrfach für Bewässerungszwecke und zur Energiegewinnung aufgestaut:
- Kajrakkum-Stausee (auch Kairakkum genannt) - (520 km²; 4,16 Mrd. m³)
* Über die Länge des Syrdarjas gibt es sehr unterschiedliche Informationen.
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