Symmetrische Signalübertragung
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Die Symmetrische Signalübertragung ist ein Verfahren, um den Einfluss von Störeinstrahlungen durch Induktion auf eine Signalleitung auszuschließen. Sie hat ihren Ursprung in der Telefontechnik und wird in der digitalen Kommunikationstechnik angewendet. Auch in der Tontechnik wird sie eingesetzt.
Prinzip
Das Signal wird zu diesem Zweck parallel durch zwei Signaladern, einmal phasenrichtig ("Hot") und einmal phasenverkehrt ("Cold"), übertragen. An der Empfangsseite wird nur die Potentialdifferenz, also der Spannungsunterschied der Leiter, ausgewertet. Eine Störeinstrahlung wird auf beiden Leitern phasengleich induziert und kommt somit kaum mehr zum Tragen. Voraussetzung ist dafür, dass die Signaladern direkt nebeneinander verlaufen, damit sich die Störung möglichst identisch auf beide Leiter auswirkt. Häufig werden sie auch verdrillt wie etwa die Doppelader.
Neben der höheren Unempfindlichkeit gegen nicht leitungsgebundene EMV-Störungen hat die symmetrische Übertragung den Vorteil, daß sie massefrei durchgeführt werden kann. Störungen durch verschiedene Massepotentiale auf Sender- und Empfängerseite (Brummschleifen) können dadurch vermieden werden. Dies erfordert die Symmetrierung bzw. Desymmetrierung mittels eines Übertragers.
Elemente zur Symmetrierung von Signalen
- Übertrager: Eine Transformatorschaltung mit zwei Spulen, die teuerste und sauberste Lösung, die jedoch den Frequenzgang beeinflusst. In der Tontechnik hat die sogenannte DI-Box eingebaute Übertrager.
- Differenzverstärker: Eine kleine integrierte Schaltung (Operationsverstärker). Diese preiswerte Konstruktion kann aber den Rauschabstand verschlechtern.
- Masseleitung: Um Sender und Empfänger auf dasselbe Nullpotential zu bringen, kann ein Kabel benutzt werden, das eine zusätzliche Masseleitung hat.



