Suomenlinna
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Bild:Suomenlinna.jpg Bild:Suomenlinna-0.jpg Bild:Suomenlinna-1.jpg Bild:Suomenlinna-2.jpg Bild:Suomenlinna-3.jpg Bild:Vesikko suomenlinnassa talvella.jpg Suomenlinna (auf Schwedisch „Sveaborg“) ist eine Festung, die auf einigen Inseln vor dem Hafen von Helsinki in Finnland liegt. Sie steht auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes und gilt als eines der beliebtesten Auflugsziele für Touristen wie Einheimische, die es auch das „Gibraltar des Nordens“ nennen.
Die Inseln werden heute noch von etwa 950 Menschen bewohnt und sind zudem Arbeitsplatz von 300 Personen. Neben einigen Museen befindet sich auf den Inseln auch die Marineschule des finnischen Militärs, weshalb die Festung vom Bildungsministerium verwaltet wird.
Geschichte der Festung
Der Bau der Anlage wurde 1748 von den Schweden begonnen, als Finnland noch Teil des schwedischen Königreichs war. Ein befestigter Schutz war nötig geworden, nachdem Peter der Große mit der Gründung von St. Petersburg eine stärkere Stellung im Ostseeraum einnahm und sich dort als Seemacht zu behaupten versuchte. Mit der Kontrolle der Errichtung wurde der junge schwedische Leutnant August Ehrensvärd beauftragt. Der finnische Name der Festung war von Anfang an Viapori, in Anlehnung an den schwedischen Namen Sveaborg.
Mit Beginn des Krieges von 1808 - 1809 wurde Carl Olof Cronstedt als Kommandant der Festung eingesetzt. Im März 1808 besetzten russische Truppen die Stadt Helsinki, konnten aber Suomenlinna nicht einnehmen. Nach Verhandlungen kapitulierte Cronstedt jedoch bedingungslos und überließ die Festung den Russen, die anschließend ganz Finnland besetzen konnten. Mit dieser Niederlage endete die 600-jährige Periode schwedischer Herrschaft über Finnland. Der Vertrag von Hamina im Jahre 1809 gestand den Finnen die Gründung eines autonomen Herzogtums innerhalb des Russischen Reiches zu.
Unter russischer Herrschaft wurden die Inseln weiter bebaut und zeitweilig mit über 13000 Soldaten besetzt. Die lange Friedensperiode endete mit dem Beginn des Krimkrieges (1854 - 1856). Die alliierten Streitkräfte von Frankreich und England bombardierten Suomenlinna drei Tage lang und verursachten starke Schäden. Im Zuge der Reparaturen wurden die Anlagen noch einmal erweitert.
1906 meuterten die Soldaten der Festung, jedoch ohne weitreichenden Erfolg. Im Ersten Weltkrieg nutzte Russland die Inseln als Teil seines Verteidigungssystems im Ostseeraum.
Erst mit der Russischen Revolution konnten die Finnen die Festung endgültig selbst übernehmen, nachdem sie die Unabhängigkeit erreicht hatten. Mit Betonung der eigenen nationalen Identität ist der finnische Name der Festung daher seit 1918 Suomenlinna (Finnlands Burg), wohingegen der schwedische Begriff Sveaborg (Schwedenburg) das Besitztum durch die Schweden beinhaltet. Im finnischen Freiheits- oder Bürgerkrieg 1918 wurde auf einer der Inseln ein Gefängnis eingerichtet. Danach verlor die Festung immer mehr an Bedeutung und wurde schließlich vom Verteidigungsministerium 1974 zur Verwaltung an das Bildungsministerium weitergegeben. Noch heute gilt Suomenlinna als ein Musterbeispiel für Militär- und Festungsarchitektur, die bei der Errichtung stark an die Ideen des Baumeisters Vauban angelehnt war.
Siehe auch: Geschichte Finnlands
Verkehrsanbindung
Suomenlinna ist über eine öffentliche Fährverbindung der Verkehrsbetriebe Helsinki HKL direkt mit dem Marktplatz Kauppatori verbunden. Diese wird im Sommer tagsüber mit drei Fähren im 15-Minuten-Takt bedient, im Winter verkehrt nur eine Fähre (alle 30 bzw. 60 Minuten). Der Fährbetrieb läuft von ca. 6 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts.
Weblinks
Koordinate: 60,14798° N, 24,98626° O



