Sunna

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Bild:Disambig-grau.png Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für die germanische Göttin Sunna siehe Sol (Mythologie).

Die Sunna (arabisch: سنة, "Brauch", "gewohnte Handlungsweise", "überlieferte Norm") steht im Islam für das, was der Religionsstifter Mohammed gesagt, getan, geduldet oder bewusst nicht getan haben soll. Neben dem Koran ist die Sunna die zweite bedeutende Quelle für islamischen Glauben, Leben und Handeln.

Über die Sunna des Mohammed haben seine Gefährten berichtet. Diese Berichte, die man Hadithe nennt, wurden jeweils durch eine Überlieferungskette (arab. Isnad) aus frommen, zuverlässigen Persönlichkeiten an die nachfolgenden muslimischen Generationen überliefert und wurden im 9. Jahrhundert, also etwa 200 Jahre nach dem Tode Mohammeds, in Hadith-Sammlungen verschriftlicht und zusammengefasst. Die für die Muslime authentischsten und rechtmäßigsten zwei Bände heißen Sahih al Buchari (deutsch: "Bucharis Authentische", Buchari ist 870 gestorben), sowie Sahih Muslim (deutsch: "Muslims Authentische", Muslim ist 875 gestorben).

Es gibt in der muslimischen Gesellschaft anerkannte Traditionen, die Sunna auszulegen. Dies sind unter anderem die vier so genannten orthodoxen sunnitischen Rechtsschulen (arab. Madhhab), die den meisten Sunniten alle als rechtgläubig gelten. Die vier Imame (in diesem Fall Begründer) dieser Rechtschulen waren Malik Ibn Anas, Ahmad ibn Hanbal, Asch-Schafi'i und Abu Hanifa. Aus diesen Rechtsschulen entwickelten sich spätere weitere Schulen. Daneben gibt es eine orthodoxe schiitische Rechtsschule, die sogenannte dschafaritische Rechtsschule, die zurückgeht auf Dschafar ibn Muhammad as-Sadiq, einem Nachkommen Prophet Mohammeds. Die dschafaritische Schule ist heute die offizielle Staatsreligion im Iran. Diese konnte sie sich unter den Sunniten bisher noch nicht als 5. anerkannte Rechtsschule durchsetzen.



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