SUSE LINUX
aus Freepedia, der freien Wissensdatenbank
SUSE LINUX (SL) ist eine Linux-Distribution der SUSE LINUX GmbH (vormals: SUSE LINUX AG) aus Nürnberg, die wiederum zu Novell gehört. Momentan ist die Version 10 aktuell.
Inhaltsverzeichnis |
Produktgeschichte
Für Privatkunden gab es von der Version 7.0 bis einschließlich zur Version 9.1 zwei Versionen von SUSE Linux: Eine vom Programmumfang eingeschränkte - und damit billigere - Personal-Version und eine Professional-Version, der zusätzlich Server- und Entwicklungssoftware beilag. Bei der Version 9.1 war neu, dass diese aus einer Live-CD (ohne Installation lauffähige Testversion) und einer Installations-DVD sowie Handbüchern bestand. Auch war bei der Professional-Edition eine zweite DVD mit der Software für 64 Bit Systeme (Athlon64 und Intel 64-bit-CPUs) dabei. Software-technisch enthielt die Version als wesentliche Neuerungen neben dem neuen Kernel 2.6.4 auch KDE 3.2.1 (die Professional war um GNOME 2.4.2 erweitert).
Zur Veröffentlichung von SUSE 9.1 wurde im April 2004 das Installations- und Konfigurationswerkzeug YaST unter die GPL gestellt. Außerdem wurden im Juni 2004 erstmals ISO-Images der Distribution zum Download angeboten.
Bei den SUSE-Versionen 9.2 und 9.3 gab es die Live-CD in zwei Ausführungen: Neben der Version mit dem Desktop KDE gab es eine alternative CD mit GNOME, sowie eine Live-DVD mit GNOME und KDE.
Mit der Schaffung des openSUSE-Projekts wurde der Beta-Test von SUSE LINUX öffentlich gemacht, wodurch jeder Nutzer auch die Alpha- und Beta-Versionen von SUSE LINUX testen kann.
Produkte
Privatkunden
Für Privatkunden und Entwickler ist die SUSE LINUX Version des openSUSE Projekts gedacht, die entweder auf den Projektseiten heruntergeladen oder im Geschäft gekauft werden kann.
Geschäftskunden
Zu den Produkten für Geschäftskunden zählen die Server Familien mit dem SUSE LINUX Enterprise Server (kurz SLES). Dieser wird derzeit in zwei Versionen gepflegt: Der ältere SLES 8 mit einem Linux 2.4 Kernel und der aktuelle SLES 9 mit einem 2.6 Kernel. Beide Varianten sind für mehrere Prozessorarchitekturen verfügbar, unter anderem Intel x86, AMD x86-64, IBM Power, IBM S/390 und zSeries, sowie Intel Itanium. Auf Basis der Enterprise Server existieren weitere Business Produkte, wie z. B. der SUSE LINUX Standard Server 8 (kurz SLSS). Vom SUSE Linux Enterprise Server 9 sind Eval Versionen auf der Novell Website verfügbar.
In der Desktop Familie ist der Nachfolger des SUSE LINUX Desktop der Novell Linux Desktop (Kurz NLD). Als Anwendung im Groupware-Segment gibt es den SUSE LINUX Openexchange Server. Linux-Lösungen werden durch die die SUSE Framework Solutions angeboten. Vom Novell/SUSE-Webserver kann man über die Netzwerkinstallation SUSE LINUX herunterladen. Es ist zu erwarten, dass mit der Zeit alle SUSE-Enterprise Produkte in Novell umbenannt werden.
Besonderheiten der Distribution
Die größte Besonderheit der Distribution ist das hauseigene Installations- und Konfigurationswerkzeug YaST, das eine zentrale Schnittstelle für das gesamte System darstellt. Ebenso findet sich dort Sax ("SuSE Advanced X.Org-Configurator"), das die Einrichtung der Grafikkarte, der Maus und der Tastatur vornimmt.
Bei der Desktop-Umgebung spezialisiert sich SUSE auf keine bestimmte - Anwender müssen bei der Installation auswählen, ob sie KDE oder GNOME nutzen wollen. Auf den Installations-CDs, bzw. -DVDs werden aber auch Xfce und Fenstermanager wie FVWM mitgeliefert.
Siehe auch: Vergleich von Linux-Distributionen
SUSE-Zertifikate
Die Novell-Tochterfirma SUSE bietet auf http://thecampus.de/Home/Certifications/Novell_und_Linux drei Zertifizierungen für ihre Distribution an:
- Certified Linux Professional (CLP)
- Certified Linux Engineer (CLE9) (ab Herbst 2005)
Diese Zertifikate sind Ergänzungen zum LPI. Novell hat jedoch angekündigt, diese Zertifikate ab 2005 durch Zertifikate der eigenen Systematik unter anderem Namen abzulösen.
Versionen
| Version | Datum |
|---|---|
| - | März / Juli 1994 |
| - | April 1995 |
| - | November 1995 |
| 4.2 | Mai 1996 |
| 4.3 | September 1996 |
| 4.4 | 4. Mai 1997 |
| 5.0 | 14. Juli 1997 |
| 5.1 | November 1997 |
| 5.2 | 23. März 1998 |
| 5.3 | 9. Oktober 1998 |
| 6.0 | 21. Dezember 1998 |
| 6.1 | 7. April 1999 |
| 6.2 | 12. August 1999 |
| 6.3 | 5. November 1999 |
| 6.4 | 9. März 2000 |
| 7.0 | 27. September 2000 |
| 7.1 | 24. Januar 2001 |
| 7.2 | 15. Juni 2001 |
| 7.3 | 13. Oktober 2001 |
| 8.0 | 22. April 2002 |
| 8.1 | 30. September 2002 |
| 8.2 | 7. April 2003 |
| 9.0 | 15. Oktober 2003 |
| 9.1 | 23. April 2004 |
| 9.2 | 25. Oktober 2004 |
| 9.3 | 16. April 2005 |
| 10.0 | 6. Oktober 2005 |
| Version | Datum |
|---|---|
| 7 | 24. August 2001 |
| 8 | 24. November 2003 |
| 9 | 13. September 2004 |
Weblinks
- Bild:Symbole-en.png opensuse.org Website des OpenSuSE Projekts
- novell.com/... Website zu SUSE LINUX bei Novell
- de.susewiki.org SUSE-Wiki
- goodbyedots.de Details zur Namensschreibweise und zum Logo
- Kategorie SUSE LINUX im Open Directory Project
- Shots.OSDir.com mit Bildschirmfotos zu SUSE LINUX
- DistroWatch.com zu SUSE LINUX
| Bild:Commons-logo.svg | WikiCommons: SUSE Linux – Bilder, Videos oder Audiodateien |



