Stutzkäfer

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Stutzkäfer
Bild:Hister.png

Systematik
Überstamm: Häutungstiere (Ecdysozoa)
Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm: Tracheentiere (Tracheata)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Familie: Stutzkäfer
Wissenschaftlicher Name
Histeridae
Gyllenhal 1808

Stutzkäfer (Histeridae) besitzen einen hart chitinisierten Körper. Es sind meist glänzende, plumpe, flachgewölbte, zylindrische, kurzbeinige, geflügelte oft schwarze Käfer (manchmal dunkel- bis rotbraun oder mit leuchtendroten Flecken). Meist klein (unter 1 mm) bis mittelgroß (ca. 2 cm). Die verkürzten Deckflügel (Elytren) lassen ein oder zwei Hinterleibssegmente unbedeckt. Fühler (Antennen) 11-gliedrig, deutlich abgewinkelt und keulig. Kopf meist in die Brust einziehbar.

Stutzkäfer verfallen bei Gefahr in einen Starrezustand (Thanatose, Akinese). Fühler und Beine werden dabei in dafür vorgesehene Gruben eingezogen. Die Beine sind zu Grabbeinen ausgebildet, wobei sich bei älteren Käfern die Zähnung besonders der Vorderschienen im Laufe ihres Lebens deutlich abnutzt.

Käfer und Larven leben meist räuberisch und stellen anderen Insekten und deren Larven nach. Aufenthalt z.B. in Kadavern, Exkrementen (Hister quadrimaculatus), unter Rinden (Hololepta plana) oder an ausfließenden Baumsäften, manche in Nestern von Vögeln, Erdbauten von Nagern oder Ameisenbauten (Hetaerius ferrugineus) (myrmekophil) oder in Borkenkäfergängen und hier den Borkenkäfern nachstellend. Sie gelten als nützlich.

Weltweit wurden ca. 3900 Arten in 330 Gattungen beschrieben. (Europa: 80-100, BRD: 83)

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