Stuart Kauffman

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Stuart Alan Kauffman (* 28. September 1939), zunächst als Mediziner ausgebildet, ist Biologe, und Forscher auf dem Gebiet komplexer Systeme. Am meisten bekannt ist er für seine These, dass bei der Entstehung der Komplexität biologischer Systeme und Organismen die Selbstorganisation ein mindestens ebenso wichtiger Faktor ist wie die Darwinsche Selektion.

Studium am Dartmouth College und an der Oxford University, 1968 Doktor der Medizin an der University of California, San Francisco. Nach kurzer medizinischer Laufbahn wandte sich Kauffman der Entwicklungsbiologie zu. Er wirkte an der University of Chicago und war 1975 bis 1995 Professor für Biochemie und Biophysik an der University of Pennsylvania.

Bekannt wurde Kauffman durch seine Tätigkeit am Santa Fe Institute, das sich mit der Erforschung komplexer Systeme befasst, und durch seine Arbeit mit Modellen in unterschiedlichen Gebieten der Biologie. Zu diesen Modellen gehörten autokatalytische Netze in der Erforschung der Chemischen Evolution, genregulatorischer Netzwerke in der Entwicklungsbiologie und Fitnesslandschaften in der Evolutionsbiologie. 1996 gründete Kauffman die BIOS Group, eine Firma, die die Theorie komplexer Systeme anwendet, um Probleme der Betriebswirtschaft zu lösen.

Schriften von Stuart Kauffman

  • Antichaos and Adaptation, Scientific American, August 1991. (Deutsch: Leben am Rande des Chaos, Spektrum der Wissenschaft, Oktober 1991. Auch in: Entwicklung und Gene, Reihe Verständliche Forschung, Spektrum Akademie Verlag 1992.)
  • The Origins of Order: Self-Organization and Selection in Evolution, Oxford University Press, 1993.
  • At Home in the Universe, Oxford University Press, 1995. (Deutsch: Der Öltropfen im Wasser, Piper 1996).
  • Investigations, Oxford University Press, 2000.
  • Prolegomenon to a General Biology, in: William A. Dembski, Michael Ruse, (ed.), Debating Design: From Darwin to DNA, Cambridge University Press, 2004.

Über Stuart Kauffman

  • Roger Lewin, Die Komplexitäts-Theorie, Hoffmann & Campe, 1993

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