Stromatolith

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Bild:Stromatolithen.jpg Stromatolithen sind biogene Sedimentgesteine aus teils sehr feinschichtigem Kalk. Mit ihrem schaligem Aufbau aus Knollen, Säulen oder welligen Lagen ähneln sie oft einem Blumenkohl.

Nach heutiger Deutung sind Stromatolithen Kalkablagerungen, die durch marine benthonische Cyanobakterien (früher fälschlich auch als Blaugrünalgen bezeichnet) verursacht werden. Die Cyanobakterien bilden Biofilme (Mikrobenmatten), in denen Partikel eingefangen und gebunden werden. Durch die Stoffwechsel-Aktivitäten der Biofilme gibt es aber auch eine Mineralisation von Karbonaten.

Stromatolithen sind die ältesten Fossilien aus dem Präkambrium und existieren seit etwa 3,5 Milliarden Jahren. Damit gehören sie zu den ersten durch Organismen aufgebauten Strukturen. Ihre Erzeuger betrieben Photosynthese und trugen dadurch wesentlich zur Freisetzung von elementarem Sauerstoff (O2) in die ursprünglich sauerstofffreie Erdatmosphäre bei. In manchen Zeitabschnitten der Erdgeschichte - lange bevor es Korallen gab - waren sie wichtige Riffbildner.

Rezente, in Bildung begriffene Stromatolithen findet man nur noch in wenigen, bestimmten ökologischen Nischen, die meist durch erhöhte Salzgehalte gekennzeichnet sind: (Lagunen, kontinentale Salz- und Sodaseen). Ein Rückschluß auf die Umweltbedingungen fossiler Stromatolithe beziehungsweise ihrer Erzeuger ist damit allerdings nicht unbedingt gegeben.

Als Beispiel sind die heute noch lebenden Kolonien an der Shark Bay in Westaustralien genannt, sie zählen zum UNESCO-Weltnaturerbe.


Siehe auch: Spirulina



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