Streuwiese
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Bild:Streuwiese mit Schwertlilien.jpg Streuwiesen sind Wiesen auf nassen Grenzertragsstandorten. Streuwiesentypen sind an Standorte gebunden, bei denen der Wurzelraum durch Grund- oder Stauwasser geprägt ist. Je nach Ertragsfähigkeit werden sie alle ein bis zwei Jahre gemäht. Das Mähgut wurde früher als Stalleinstreu verwendet, daher der Name Streuwiese. Streuwiesen bieten als besondere Biotope (zwischen extensivem Grünland, Groß-, Kleinseggen- und Hochstaudenflur) zahlreichen Rote Liste gefährdeter Arten gefährdeteten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Wenn Streuwiesen gedüngt, beweidet oder häufiger gemäht werden, verlieren sie ihre ökologische Bedeutung. Die größte Problematik liegt aber in der Nutzungsaufgabe, da aufgrund der heutzutage praktizierten Stallhaltung keine Streu mehr benötigt wird. Dies führt auf Dauer zu einer Zunahme der Hochstauden bzw. von Gehölzen. Die kleinwüchsigen Pflanzen, die an die Mahd angepaßt waren, werden dann verdrängt.
Literatur
- Ellenberg, H. (1996): Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen. Ulmer Stuttgart, ISBN 3825281043
- Quinger et. al. (1995): Streuwiesen, Band II.9 in der Reihe Landschaftspflegekonzept Bayern. München.



