Streetwear
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In Deutschland ist die Geschichte der Streetwear sehr stark mit dem Beginn der Jugendkulturen in den 60er Jahren verbunden. Jede der verschiedenen Jugendkulturen, sprich Subkulturen, beanspruchte ihren eigenen Stil. In der Form des Tanzes, in der Art der Kleidung, in der Weise ihrer Ausdrücke. Die Verschiedenartigkeit der Jugendkulturen nahm immer mehr zu. So stellten die Hippies ihren eigenen Kleiderstil gegenüber den Mods und Teds. So wurde die Art der Kleidung nunmehr zum eigentlichen Abgrenzungskriterium einer eigenen Subkultur. Weitere Subkulturen wie Punks oder die Rocker wollten mehr als nur die Abgrenzung. Sie erhoben ihren Kleidungsstil zur Provokation, zum sichtbaren Protest gegenüber dem Establishment.
Bereits sehr früh gab es immer wieder Bestrebungen, die verschiedenen Subkulturen zusammenzuführen. Als eine geeinte und gestärkte Macht gegenüber dem bürgerlichen Lager. Diese Versuche scheiterten nicht nur an den verschiedenen musikalischen Stilrichtungen, sondern auch an den zu großen Unterschieden im Kleidungsstil.
Umso mehr konzentrierte man sich auf die geistige Verbindung in Form von Fanzines. Auch wenn es zum damaligen Zeitpunkt diesen Begriff noch nicht gab, so kann man heute sagen, dass sie sehr stark mit dieser Entwicklung verbunden sind. Als Urvater dieser Epoche gilt das Fanzine Perkunas aus Berlin.
Bereits ab der 4. Ausgabe mit dem Titel Streetwear wurde damit begonnen, die verschiedenen Kleidungsstile näher zu beschreiben und einen einheitlichen Streetwear Stil zu propagieren. Die Fanzine Perkunas richtete sich vor allem an die intellektuellen der verschiedenen Jugendkulturen, da man davon ausging, dass diese einen starken Einfluss in den eigenen Reihen haben. Zumindest auf intellektueller Ebene ist diese Einigung zum Teil gelungen.
So blieb die Fanzine Perkunas immer ein Teil des Undergrounds, jedoch prägte sie den Begriff Streetwear in Deutschland wie kein anderer. Noch heute ist die Fanzine Perkunas erhältlich und beschäftigt sich vorrangig mit dem Thema, Mode, Fashion und Streetwear. Ergänzt werden diese Themen immer wieder mit intellektuellen und philosophischen Beiträgen. An der Vereinigung der Subkulturen zu einer Streetwear wird immer noch festgehalten, auch wenn in der heutigen Zeit die großen Textilienkonzerne diesen Begriff für eigene Marketing Strategien verfremdet und zweckentfremdet haben.



