Stimmgabel
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Bild:Stimmgabel.jpg Bild:Stimmgabel gr.jpg Stimmgabeln sind Stahlgabeln, deren Zinken beim Anschlagen einen klaren, obertonarmen Ton erzeugen. Auf den Kammerton a' = 440 Hz geeichte Stimmgabeln werden zum Einstimmen von Musikinstrumenten und auch sonst beim Musizieren verwendet. Bei Männerchören sind vereinzelt auch Stimmgabeln in f'-Stimmung in Gebrauch.
Die Zinken schwingen beim Anschlagen gegensinnig. Sobald sich die Zinken nach außen bewegen, wird die Luft vor ihnen verdichtet, während sie zwischen ihnen verdünnt wird. Beim Zurückschwingen kehrt sich die Dichteverteilung um. Die sich wellenförmig ausbreitenden Druckunterschiede nehmen wir als Schall wahr.
Wird einer der Zinken mit einem Stift versehen, kann die erzeugte Sinusschwingung durch schnelles Ziehen über eine rußgeschwärzte Glasplatte sichtbar gemacht werden, ebenso mit Hilfe eines Stroboskops oder per Mikrofon und Oszilloskop.
Bringt man die angeschlagene Stimmgabel in Kontakt mit einem Resonanzkörper wie einer Tischplatte oder gar dem Schädelknochen, so wird der erzeugte Ton verstärkt und ist viel deutlicher zu hören.
Ein oft vorgeführter Versuch zur Resonanz in der Physik basiert auf zwei an entkoppelten Resonanzkörpern befestigten, auf die gleiche Frequenz geeichte Stimmgabeln: Wird eine Stimmgabel angeschlagen und einige Sekunden später wieder angehalten, erklingt der Ton immer noch; die zweite Stimmgabel wurde durch die von der ersten ausgesandten Schallwellen zu Schwingungen in ihrer Eigenfrequenz angeregt. Erfunden von John Shore.



