Stachelratten
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Biberratte (Myocastor coypus) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Echimyidae | ||||||||||||
| Gray 1825 | ||||||||||||
| Unterfamilien | ||||||||||||
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Die Stachelratten (Echimyidae) sind eine Nagetierfamilie aus der Unterordnung der Stachelschweinverwandten (Hystricognatha). Die Familie umfasst rund 20 Gattungen mit etwa 80 Arten, von denen mehrere auf den karibischen Inseln lebende Arten ausgestorben sind. Die Biberratte oder Nutria, die früher in einer eigenen Familie Myocastoridae eingeordnet wurde, zählt nach jüngeren Untersuchungen ebenfalls zu dieser Gruppe.
Inhaltsverzeichnis |
Verbreitung
Stachelratten sind in Mittel- und Südamerika beheimatet, ihr Verbreitungsgebiet reicht von Honduras bis Argentinien und Chile. Die Biberratte wurde als Neozoon auch in Nordamerika und Eurasien eingeführt.
Beschreibung
Stachelratten sind im Vergleich mit anderen stachelschweinverwandten Nagetiere Amerikas eher kleine Tiere. Die meisten Arten erreichen eine Kopfrumpflänge von 8 bis 45 Zentimetern und ein Gewicht von 130 bis 800 Gramm, lediglich die Biberratte wird deutlich größer. Sie ähneln äußerlich den Ratten, mit denen sie aber nicht näher verwandt sind. Namensgebendes Merkmal sind die bei vielen Arten vorkommenden Stacheln oder borstigen Haare am Rücken und an der Seite, die jedoch in der Stärke und Beschaffenheit variieren oder ganz fehlen können. Ihr Kopf ist durch die meist spitze Schnauze, die eher großen und die runden, oft kleinen Ohren charakterisiert. Die Zahnformel lautet 1-0-1-3, insgesamt haben sie also 20 Zähne.
Die Fellfärbung variiert von rotbraun über grau bis schwarz, bei einigen Arten sind am Kopf oder Körper weiße Streifen vorhanden. Sie haben vier Zehen an der Vorderfüßen und fünf an den Hinterfüßen, die je nach Lebensweise unterschiedlich geformt sein können. Die Länge des Schwanzes ist je nach Art unterschiedlich, oft bricht er ab, was ihnen bei der Flucht vor Räubern hilft.
Lebensweise
Die meisten Stachelratten sind Waldbewohner, besetzen dort aber unterschiedliche biologische Nischen. Einige Arten sind reine Baumbewohner, die fast nie auf den Boden kommen, andere leben ausschließlich am Boden. Es gibt auch grabende Arten, die unterirdisch leben und komplizierte Gangsysteme errichten. Die meisten Arten leben einzelgängerisch und sind dämmerungs- oder nachtaktiv. Die Nahrung variiert ebenfalls mit dem Lebensraum, sie nehmen unterschiedlichste Pflanzen und Pflanzenteile wie Gräser, Bambus, Wurzeln Früchte oder Nüsse zu sich.
Systematik
Die rund 80 Arten der Stachelratten können in vier Unterfamilien eingeteilt werden:
- Die Biberratte oder Nutria (Myocastorinae) ist der größte Verteter dieser Gruppe.
- Die Heteropsomyinae fassen neben acht lebenden Gattungen auch meherer ausgestorbene Arten der karibischen Inseln zusammen.
- Die Eigentlichen Stachelratten (Echimyinae) bestehen aus vier Gattungen.
- Die Bambusratten (Dactylomyinae) sind durch ihr weiches, stachelloses Fell gekennzeichnet.
Literatur
- Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. Johns Hopkins University Press, 1999 ISBN 0801857899
- Malcolm C. McKenna, Susan K. Bell: Classification of Mammals: Above the Species Level. Columbia University Press, 2000 ISBN 0231110138



