Staatsquallen
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| Staatsquallen | ||||||||||||||
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| Bild:PortugeseMan-O-War.jpg | ||||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||||
| Siphonophora | ||||||||||||||
Staatsquallen (Siphonophora) sind stockbildende, freischwimmende Hydrozoen, die aus Hunderten bis Tausenden von Polypen bestehen. Die Einzeltiere des Stocks sind so hochspezialisiert und vielgestaltig, daß sie fast als Organe eines einzigen Organismus betrachtet werden können. So gibt es Freßpolypen (Gastro-/Autozooide), Tastpolypen, Wehrpolypen (Dactylozooide), Geschlechtspolypen (Gonozooide) und Deckpolypen (Phyllozooide), sowie die obere Schwimmboje (Pneumatophor) und zahlreiche Schwimmglocken (Nectophoren). Die bekannteste Staatsqualle ist die Portugiesische Galeere (Physalia physalis). Einzelne Arten können bis zu 10 m lang werden und sie lassen sich auch nur selten aus dem Wasser fischen.
Steven Haddock et. al. vom Monterrey Bay Aquarium Research Institute in Moss Landing, California (USA), fingen Anfang 2005 einige Exemplare der Gattung Erenna aus einer Tiefe von 1600 m bis 2600 m und stellten fest, dass ihre frisch gebildeten Fangarme blaugrünes und ausgewachsene Tentakel rotes Licht aussandten. Entgegen bisherigen Annahmen vermuten die Forscher, dass die Quallen mit diesem roten Licht in der Tiefsee selten noch vorkommende Fische als Nahrungsopfer anlocken. Da sich Staatsquallen einerseits vor allem von Fisch ernähren und zwei der gefangenen Exemplare gerade einen solchen verdauten, andererseits aber die Wahrscheinlichkeit für einen solchen zufälligen Nahrungsfund der Quallen in dieser Tiefe sehr gering ist, würde das bedeuten, dass solche Fische das rote Licht durchaus wahrnehmen und sich davon auch erfolgreich anlocken lassen.



