Sprachgebrauch
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Der Sprachgebrauch ist die Gesamtheit der Verwendung der mündlichen oder schriftlichen Sprache. Er umfasst unter anderem Sprechverhalten (Sprechakte), Schreiben, Umgang mit schriftlichen Aufzeichnungen (Lesen, Übersetzung, Standardisierung unter anderem ) Die deskriptive (beschreibende) Linguistik beschreibt, wie eine Sprache tatsächlich verwendet wird, die präskriptive (vorschreibende) Linguistik die Regeln, die durch Grammatiker und Linguisten festgelegt werden. In vielen Fällen werden Wort- oder Satzformen durch den Sprachgebrauch gerechtfertigt und später werden die Regeln von den Grammatikern in die entsprechenden Vorschriften übernommen. Der Sprachgebrauch ändert sich schneller als die entsprechenden Vorschriften.
Sprachgebrauch führt einerseits zur Erhaltung, andererseits zur Veränderung einer Sprache.
Wörter können innerhalb weniger Jahre neue oder verschobene Bedeutungen erhalten (Sprachdrift), oder sie können aus der Sprache verschwinden, vergessen werden. Dies ist nicht nur in der Umgangssprache der Fall, sondern auch in den sogenannten Fachsprachen.
Sprachen können sich auch mischen.
Im Sprachgebrauch zeigen sich die sich wandelnden Bedürfnisse der Menschen, die die Sprache sprechen.
Je mehr Menschen verschiedener Sprache miteinander in Kontakt sind, desto stärker beeinflusst der Sprachgebrauch die entsprechenden Sprachen.
- Für nähere Informationen zu Veränderungen im Sprachgebrauch siehe Sprachwandel.
- Den schichtspezifischen Sprachgebrauch behandelt die Soziolinguistik.
Weblinks
- Oliver Lohmann: Regionaler Sprachgebrauch in regionalen Tageszeitungen
- Berliner Sprachgebrauch
- dieStandard.at: Offensive für geschlechtergerechten Sprachgebrauch, SP-Seiser für Standardisierung der Ausdrucksformen, die beiden Geschlechtern gerecht wird



