Sporttauchen
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Als Sporttauchen versteht man das Tauchen unter sportlichen, nichtberuflichen und nichtmilitärischen Gesichtspunkten. Im Vordergrund stehen daher körperliche Betätigung und Spaß. Die Ausbildung wird von verschiedenen Organisationen, in Deutschland etwa dem VDST oder auf internationaler Ebene von NRC,CMAS, NAUI, PADI oder SSI durchgeführt.
Beim Sporttauchen wird zwischen Apnoe und Geräte-Tauchen unterschieden.
Apnoe-Tauchen
Apnoe-Tauchen ist Tauchen mit angehaltenem Atem.
(siehe: Apnoe-Tauchen)
Geräte-Tauchen
Die zweite Art des Sporttauchens ist die mit externer Luftversorgung, wie einem Presslufttauchgerät (PTG). Hierbei wird mit einer Pressluftflasche getaucht, die nicht wie oftmals angenommen mit reinem Sauerstoff, sondern mit normaler, gereinigter Luft gefüllt ist. In jüngster Zeit kommt jedoch neben Pressluft auch Nitrox zum Einsatz. Die Flasche wird an der Taucherweste befestigt und mit einem Schlauch angeschlossen. Die Verbindung zum Taucher bildet der so genannte Lungenautomat, durch ihn kann der Taucher unter Wasser normal atmen.
Auch das Tauchen mit Pressluft ist nicht ungefährlich, da es während eines Tauchgangs zum sogenannten Tiefenrausch kommen kann. Ein betroffener Taucher verfällt, ausgelöst durch eine Gasvergiftung durch den erhöhten Stickstoff-Partialdruck, in einen rauschartigen Zustand (Stickstoffnarkose) und verliert die Kontolle über sich. Beim Auftreten der typischen Symptome wie Übermut, Orientierungslosigkeit, Panikattacken bis zur Bewusstlosigkeit sollte die Tauchtiefe sofort reduziert und der Tauchgang umgehend unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften abgebrochen werden.
Je tiefer und länger getaucht wird, umso stärker kommt es zu einer Sättigung der verschiedenen Körpergewebe (Blut, Muskeln, Haut, Fettgewebe, sämtliche Organe, usw.) mit Stickstoff aus der Atemluft. Beim Aufstieg muss dieser wieder aus den Geweben entweichen und abgeatmet werden. Einige Gewebeteile brauchen sehr lang, bis sie den Stickstoff wieder abgeben. Deshalb muss der Aufstieg langsam erfolgen, ggf. müssen während des Aufstiegs auch Dekompressionspausen eingehalten werden. Diese sind abhängig von Dauer und Tiefe des Tauchgangs. Werden sie nicht eingehalten, kann es zur so genannten Taucherkrankheit kommen. Sie äußert sich durch Juckreiz, Lähmungserscheinungen, Gelenkschmerzen und Lymphbahnverschluss, aber auch Müdigkeit, Übelkeit und Mattheit. Die einzige Therapie ist die (schnellstmögliche) Behandlung in einer Druckkammer. In dieser wird der verunfallte Taucher wieder einem erhöhten Druck (je nach Symptomen und Tauchgangsprofil unterschiedlich) ausgesetzt, der dann nach entsprechenden Behandlungstabellen wieder kontrolliert vermindert wird. Entgegen verbreiteter Meinung ist die Verabreichung von reinem Sauerstoff keine Therapie der Dekompressionskrankheit, aber eine sehr wirkungsvolle Ersthilfe. Bereits vorhandene Blasen können durch diese Maßnahme nicht abgebaut werden. Durch die Sauerstoffdiffusion kann unterversorgtes Gewebe, infolge des Gasblasenverschlusses der Venen, wieder versorgt werden. Der Vorteil ist, dass einer Verschlechterung des körperlichen Zustands des Opfers entgegengewirkt wird.
TecDiving (Technisches Tauchen)
Beim TecDiving bedient man sich spezieller Atemgase, die eine Erhöhung der Tauchtiefe ohne negative Auswirklungen auf den Organismus ermöglichen und/oder eine Verkürzung der Dekompressionszeiten bewirken. TecDiving ist insofern von anderen Bereichen des Sporttauchens zu unterscheiden, als TecDiver schwierigere Tauchbedingungen wählen, z.B. größere Tiefen oder Höhlentauchen. Wie der Name schon sagt, verlässt sich der TecDiver noch stärker auf das Equipment als andere Sporttaucher. Dementsprechend wird auch spezielle Ausrüstung benötigt, wie z.B. Mischgascomputer, Reels etc. Typisch für die Ausrüstung ist die Redundanz der lebenswichtigen Ausrüstungsteile sowie die Reduzierung des Equipments auf das für den Tauchgang Notwendigste. Beim TechDiving gibt es spezielle Ausbildungsorganisationen, wie z.B. NRC, IANTD, PAN-TEC oder PATD.



