Solstitium

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Das Solstitium (lateinisch), auch Sonnenwende, stellt den Zeitpunkt dar, bei dem die Sonne die größte nördliche oder südliche Deklination im Laufe eines Sonnenjahres erreicht. Es ist die Umkehr der Deklinationsbewegung der Sonne. Zu dem Zeitpunkt hat die Sonne den größten Winkelabstand vom Himmelsäquator - etwa 23° 26' 20". Diese maximale Deklination erreicht sie jedes Jahr zweimal; je nach Erdhalbkugel spricht man dabei jeweils von der Sommer- oder Wintersonnenwende.

Die Sonne steht dann senkrecht über den Wendekreisen, dies von der Nordhalbkugel aus gesehen also

Auf der Südhalbkugel ist die Sommersonnenwende im Dezember und die Wintersonnenwende im Juni, weil hier die Jahreszeiten umgekehrt sind.

Gleichzeitig gibt es nahe den Polarkreisen zur Wintersonnenwende einen Tag ohne Sonnenaufgang sowie zur Sommersonnenwende einen Tag ohne Sonnenuntergang (Mitternachtssonne, "Weiße Nächte"). Weiter polwärts herrscht dann wochen- bis monatelang der Polartag, bzw. am anderen Pol die Polarnacht.


¹) Im 20. Jahrhundert konnte die Sonnenwende auch am 22. Juni eintreten. Künftig wird sie manchmal am 20. Juni sein, weil die Schalttagregel die tatsächliche Jahreslänge (365,2425 Tage) nur genähert darstellen kann. Ohne die Gregorianische Kalenderreform würde sich ihr Datum pro Jahrtausend um 7-8 Tage verschieben.

Siehe auch: Jahreszeiten, Kalenderreform, Tagundnachtgleiche, Sommersonnenwende, Mittsommerfest, Johannistag, Weihnachten



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