Sonnencreme

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Sonnencreme ist eine Emulsion, die auf die Haut aufgetragen wird, um sie vor Sonnenbrand zu schützen, bzw. die schädlichen Wirkungen der Sonnenstrahlung zu mindern.

Sonnencreme soll die schädliche UV-A und UV-B-Strahlung filtern, die für Sonnenbrand, Hautkrebs und Hautalterung verantwortlich gemacht wird. Entgegen vielfach vertretener Meinung ist Sonnencreme jedoch kein Schutz vor Hautkrebs. Sie ist kein medizinisches Produkt, sondern ein rein kosmetisches.

Sonnencreme gibt es in verschiedenen Varianten, mehr oder weniger fetthaltig, aber auch als Lotions, Sprays oder Öle.

Die wichtigsten Angaben um die richtige Sonnencreme auszuwählen sind der Lichtschutzfaktor, UVA-Schutz und Wasserfestigkeit.

Besonders wichtig ist das Schützen von Körperstellen, auf die die Sonne senkrecht auftreffen kann (Nase, Glatze, Ohren bei aufrechter Körperhaltung, Rücken und Beine beim Sonnenbaden).

In Australien werden für Sonnenschutzmittel keine Steuern eingehoben, daher sind diese dort besonders billig.

Inhaltsverzeichnis

Sonnenschutzfilter

Es gibt zwei Arten von Filtern - chemische Filter und Pigmentfilter. Chemische Filter sind weiter verbreitet.

Chemische Filter

Die in der Creme enthaltenen chemischen Substanzen dringen in die Haut ein und verhindern dort durch fotochemische Reaktionen den frühzeitigen Sonnenbrand. Der Schutz beginnt ca. 30 Minuten nach dem Auftragen der Creme auf der Haut.

Gewöhnlich werden mehrere Substanzen kombiniert.

Einige dieser chemischen Substanzen, beispielsweise 4-MBC (4-Methylbenzylidencampher), OMC (Octyl-methoxycinnamat), Bp-3 (Benzophenon-3) sind in den Verdacht geraten, ähnlich wie Östrogen zu wirken. Solche UV-Filter können durch die Haut oder durch das Badewasser aufgenommen werden. Die UV-Filter sind bereits in Fischen und in der Muttermilch nachgewiesen worden.

Ebenso kann es durch chemische Sonnenfilter zu Allergien kommen, diese sind jedoch vom Sonnenekzem (Mallorca-Akne) zu unterscheiden.

Es wird empfohlen, für Kleinkinder, bei Allergien oder bei empfindlicher Haut keine Sonnencremen mit chemischen Filtern zu verwenden.

Pigmentfilter

Pigmentfilter, auch als mineralischer oder physikalischer Sonnenschutz bezeichnet, enthalten winzige Partikel, z.B. aus Zinkoxid oder Titandioxid, die das Sonnenlicht wie kleine Spiegel streuen und reflektieren.

Pigmentfilter sind ab LSF 20 mehr oder weniger deutlich als weißliche Schicht auf der Haut sichtbar. Ein weiterer Nachteil ist, dass sie mechanisch abgerieben werden können (z.B. beim Abtrocknen, bei starkem Schwitzen, teilweise auch im Wasser), sie müssen also häufig wieder aufgetragen werden.

Pigmentfilter gelten als gesundheitlich unbedenklich und können auch bei Kleinkindern angewendet werden.

Sunblocker

Als Sunblocker werden Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von 40 oder mehr bezeichnet.

Zusätzlicher Sonnenschutz

Bei Kindern und je nach Hauttyp auch bei Erwachsenen sollte Sonnencreme durch zusätzlichen Sonnenschutzmittel (Sonnenhut, Hemd, Hose) ergänzt werden.

Siehe auch

Bräunungscreme Sonnenbad Sonnenbrille Höhensonne Solarium Lichtschwiele

Weblinks


Bild:Erste hilfe.png Bitte beachten Sie auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!


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