Small interfering RNA

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Die siRNA, small interfering RNA entsteht bei einem Signalweg der Zelle, der als RNAi (RNA Interference) zusammengefasst wird. Dabei wird dsRNA (doppelsträngige RNA) durch das Enzym Dicer in viele kleinere Fragmente von ca. 22 Nukleotiden Länge zerteilt (die siRNA's) und in den Enzymkomplex RISC (RNA-induced silencing complex) eingebaut. Mithilfe der inkorporierten RNA-Fragmente bindet RISC komplementär an DNA, z.B. Genbereiche, oder mRNA und kann diese damit "abschalten". Dies dient einerseits dem Abbau von Fremd-RNA, z.B. der von Viren, aber auch der zellinternen Regulation. siRNA's werden aktuell intensivst auf ihre Beteiligung an verschiedenen Zellvorgängen (Apoptose, Genregulation, Prionen, etc.) und Krankheiten wie dem Krebs erforscht.

Die molekularbiologischen Forschung setzt synthetisch hergestellte siRNAs ein, um die Expression von spezifischen Zielgenen zu verringern. Die siRNA werden in isolierte Zellen eingebracht (transfiziert) und die mRNA des Zielgens wird abgebaut. Die resultierende Verringerung der Genprodukte Gene-Knockdown ermöglicht es, Hinweise auf die physiologische Bedeutung des betreffenden Genes zu erhalten. 2001 wurde diese Technik im Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen erstmals an Säugerzellen erfolgreich durchgeführt.

siehe auch: microRNA, Antisense-RNA

Literatur:

Elbashir et al. Duplexes of 21-nucleotide RNAs mediate RNA interference in cultured mammalian cells. Nature (2001) May 24;411(6836):494-8.



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