Selene
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| Bild:Disambig-grau.png | Dieser Artikel behandelt die Figur der griechischen Mythologie, für die japanische Raumsonde siehe SELENE (Raumsonde) |
Bild:Selene.png Selene (griechische Mythologie, bei den Römern Luna), die Göttin des Mondes, nach Hesiod Tochter des Hyperion und der Theia, Schwester des Helios und der Eos, auch Phöbe genannt, später mit der alten Mondgöttin Artemis (Diana) oder auch mit Persephone identifiziert.
Als ihre Eltern werden auch Helios oder Passas und die Euryphaessa, "die weithin Leuchtende", ein anderer Name für Theia, genannt.
Selene gebar Zeus die Pandia und Herse ("Tau"); von Endymion, dem sie ewigen Schlaf schenkte, 50 Töchter: Eine Erzählung berichtet, dass dieser immer noch schläft, weil Selene zarte Küsse mehr geschätzt haben soll als eine fruchtbare Leidenschaft... eine andere, dass der allgemeinen liebestolle Pan sie, in ein schönes weißes Vlies gehüllt, im Wald verführte.
Auf Wunsch der Hera soll sie den nemeischen Löwen geschaffen habe, dem Herakles in seiner ersten Arbeit das Fell abziehen sollte.
Dargestellt wird Selene mit verschleiertem Hinterhaupt, den Halbmond über der Stirn und eine Fackel in der Hand, auf Rossen oder Kühen reitend, auch vom Zweigespann gefahren, in Endymionreliefs zu ihrem Liebling herabschwebend, so auch in statuarischen Einzelwerken (Vatikan). Umgeben von anderen Gottheiten, sieht man sie auf einem schönen Altar des Louvre, wo sie vor sich den untergehenden Hesperos (Abendstern), hinter sich den Phosphoros (Morgenstern), unter sich die Maske des Okeanos hat, des Weltenstroms, aus dem sie hervortaucht.
In Rom hatte Luna alte Heiligtümer auf dem Palatin und Aventin und war, wie Sol, auch Schutzgottheit des Zirkus.
Literatur
- Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl. 1888/89
- Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen - Die Götter- und Menschheitsgeschichten. dtv, ISBN 3-423-30030-2
- Michael Grant und John Hazel: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten. dtv, ISBN 3-423-32508-9
- Robert von Ranke-Graves: Griechische Mythologie - Quellen und Deutung. rororo, ISBN 3-499-55404-6
- Karl Otfried Müller: Handbuch der Archäologie (3. Aufl., S. 647 ff.).



