Selektive Wahrnehmung
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Selektive Wahrnehmung ist ein Begriff aus der Psychologie. Er bezeichnet die Tatsache, dass nur bestimmte Aspekte der Umwelt wahrgenommen und andere ausgeblendet werden. Selektive Wahrnehmung kann durch Priming, Framing oder vergleichbare Effekte hervorgerufen werden.
Selektive Wahrnehmung beruht auf der Fähigkeit, Muster zu erkennen, einem grundlegenden Mechanismus des menschlichen Gehirns. Das Gehirn ist ständig auf der Suche nach Mustern, um neue Informationen in bereits vorhandene besser eingliedern zu können. Dabei ist die selektive Wahrnehmung die – meist unbewusste – Suche nach einem bestimmten Muster. Dies ist erforderlich, um die Fülle an Informationen überhaupt bewältigen zu können.
Heuristisch könnte man die selektive Wahrnehmung als eine Art „Notwehrreaktion“ unseres Unterbewusstseins verstehen, die uns vor kognitiver Dissonanz schützt: „Wenn du gegen einen Übelstand zurzeit nichts Effektives tun kannst – dann am besten den Übelstand vorerst gar nicht wahrnehmen!“
Aber auch positive Stimuli können selektiv wahrgenommen werden, beispielsweise die Attraktivität eines Flirtpartners.
Die Auswahl der wahrgenommenen Sinneseindrücke wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, z. B. Erfahrungen, Einstellungen und Interessen.
Beispiel: Liest man in einer Zeitschrift einen Artikel über „Political Correctness“, so wird man später eher und genauer darauf achten, ob Texte oder Aussagen „politisch korrekt“ erscheinen.
Siehe auch: Reizfilterung



