Sean Connery
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Bild:SV400026.JPG Sir Thomas Sean Connery (* 25. August 1930 in Edinburgh, Schottland) ist ein schottischer Schauspieler.
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Leben
Als Kind wächst er in ärmlichen Verhältnissen auf; sein Vater ist Fernfahrer und seine Mutter arbeitet als Putzfrau. Sean Connery verlässt die Schule früh, um seine Familie finanziell zu unterstützen. Zuerst arbeitet er als Bademeister, bevor er mit 16 seinen Marinedienst antritt. Die Zeit nach dem Marinedienst verbringt er mit Gelegenheitsjobs, unter anderem als Milchmann, Pferdekutscher, Drucker oder auch als Sargpolierer. Nebenbei findet er die Zeit, Body Building zu betreiben. Er wird zum gefragten (Akt)Modell im Edinburgh Arts College und bringt es 1950 zum schottischen Meister und zum dritten Platz beim Mr. Universum-Wettbewerb.
Dies führte zu seinem ersten Schauspiel-Engagement im Chor einer Inszenierung des Musicals South Pacific. Danach hatte er noch mehrere Rollen in Bühnenproduktionen bevor er 1956 seine erste Filmrolle im Film Die blinde Spinne bekommt. 1962 verhilft ihm die Leserschaft einer Londoner Tageszeitung per Votum zum internationalen Durchbruch, als er die Rolle des James Bond im ersten Film James Bond 007 jagt Dr. No erhält. Den Bond verkörpert er bis 1971 sechsmal, bevor er ihn mit 53 Jahren und leicht ergraut 1983 ein siebtes und letztes Mal spielt. Sean Connery hat in seiner Karriere verschiedenste Rollen unter namhaften Regisseuren gespielt, sei es als Kriegsheld, Polizist, U-Boot Kommandant, Meisterdieb, König, Unsterblicher oder als alternder Liebhaber in Robin Hood and Marian. Für viele seiner Fans bleibt er jedoch der einzig wahre Bond.
Seine Popularität nutzt Connery auch, um sich für die Belange seines Heimatlandes und seiner Einwohner einzusetzen. So gründete er mit eigenen Mitteln die Stiftung Scottish International Educational Trust, die Ausbildungsstipendien für talentierte Schotten vergibt. 1970 lässt er sich noch einmal überreden und schlüpft in die für ihn verhasste Rolle des Geheimagenten James Bond unter den Produzenten-Gespann Saltzman/Brocolli in dem Film Diamantenfieber (1971), dessen Gage komplett in seine Stiftung einfließt. Unermüdlich bemüht er sich seit Jahren auch für die Unabhängigkeit Schottlands und ist Mitglied und Förderer der Scottish National Party.
2000 wurde Sean Connery für seine Verdienste um Schottland von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen. Ungewöhnlicherweise fand die Zeremonie in Edinburgh statt und Connery trug einen Kilt. Böse Zungen behaupten, er hätte seine Ernennung schon früher erhalten, wenn er sich nicht als bekennender schottischer Patriot engagiert hätte. Nach Connerys Empfinden seine höchste Ehre wurde ihm 1991 zuteil, als er von der Stadt Edinburgh die Auszeichnung Freedom of the City of Edinburgh erhielt.
Schon seit längerem hat Sean Connery seinen Wohnsitz in Spanien und lebt mit seiner zweiten Frau Micheline Roquebrune in Andalusien und auf den Bahamas. Sein Sohn Jason Connery ist ebenfalls Schauspieler.
Künstlerische Ehren
- 1987: Oscar und Golden Globe als bester männl. Nebendarsteller für Die Unbestechlichen
- Légion d'Honneur, Frankreich
- British Academy Fellowship, Großbritannien
Filme
- 1956 - Die blinde Spinne (No Road Back, erste Filmrolle)
- 1959 Das Geheimnis der verwunschenen Höhle (Darby O’Gill and the Little People)
- 1962 - Der längste Tag (The Longest Day, Film über die Invasion in der Normandie)
- 1962 - James Bond jagt Dr. No (Dr. No, erster Bond-Film, internationaler Durchbruch)
- 1963 - James Bond 007 – Liebesgrüsse aus Moskau (From Russia With Love)
- 1964 - Die Strohpuppe (Woman Of Straw)
- 1964 - Marnie(Marnie, Hitchcock Thriller
- 1964 - James Bond 007 – Goldfinger (Goldfinger)
- 1965 - James Bond 007 – Feuerball (Thunderball)
- 1967 - James Bond 007 – Man lebt nur zweimal (You Only Live Twice)
- 1971 - Der Anderson Clan
- 1971 - James Bond 007 – Diamantenfieber (Diamonds Are Forever)
- 1973 - Sein Leben in meiner Gewalt (The Offence)
- 1974 - Zardoz (Zardoz)
- 1974 - Mord im Orientexpress (Murder on the Orient Express, nach Agatha Christie)
- 1974 - Die Uhr läuft ab (Ransom)
- 1975 - Der Wind und der Löwe (The Wind and the Lion)
- 1975 - Der Mann, der König sein wollte (The Man Who Would Be King)
- 1976 - Robin und Marian (Robin and Marian) (als alternder Robin Hood)
- 1977 - Die Brücke von Arnheim (A Bridge Too Far)
- 1978 - Der große Eisenbahnraub (The Great Train Robbery)
- 1979 - Meteor
- 1981 - Outland – Planet der Verdammten (Outland)
- 1981 - Time Bandits (Time Bandits)
- 1982 - Am Rande des Abgrunds (Five Days One Summer)
- 1983 - James Bond 007 – Sag niemals nie (Never Say Never Again)
- 1985 - Highlander I (Highlander)
- 1986 - Der Name der Rose
- 1987 - Die Unbestechlichen (The Untouchables) / OSKAR als bester Nebendarsteller
- 1988 - Presidio
- 1989 - Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (Indiana Jones and the Last Crusade)
- 1989 - Ehrbare Ganoven (Family Business)
- 1990 - Jagd auf Roter Oktober (The Hunt for Red October)
- 1990 - Das Russland-Haus (The Russia House)
- 1991 - Highlander II - Die Rückkehr (Highlander II: The Quickening)
- 1991 - Robin Hood: König der Diebe (Robin Hood: Prince of Thieves, als Richard Löwenherz)
- 1992 - Medicine Man – Die letzten Tage von Eden (Medicine Man)
- 1993 - Die Wiege der Sonne (Rising Sun)
- 1995 - Der 1. Ritter (First Knight)
- 1995 - Im Sumpf des Verbrechens (Just Cause)
- 1996 - Dragonheart (Dragonheart, die Stimme des Drachen, dt. Stimme von Mario Adorf)
- 1996 - The Rock – Fels der Entscheidung (The Rock)
- 1998 - Mit Schirm, Charme und Melone (The Avengers) (Filmrevival des Serienklassikers der 60er und 70)
- 1999 - Verlockende Falle (Entrapment)
- 2000 - Forrester - Gefunden! (Finding Forrester)
- 2003 - Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen (The League of Extraordinary Gentlemen)
Deutsche Synchronstimme
- G.G. Hoffmann (* 21. Februar 1929; † 14. November 1997) war seit Liebesgrüße aus Moskau die deutsche Synchronstimme von Connery. Nach seinem Tod übernahmen u.a. Manfred Wagner, Klaus Sonnenschein und Gerhard Paul diese Aufgabe.
Literatur
- Siegfried Tesche: Sean Connery. Sein Leben, seine Filme. Henschel Verlag, Juli 2005, ISBN 3894873620
- John Parker, Rolf Thissen (Übersetzer): Sean Connery. Heyne Verlag, München 2005, ISBN 3-453-64014-4
- Michael Feeney Callan: Sean Connery. Seine Filme - sein Leben. (Sean Connery - His Life and Films). Heyne, München 1987, ISBN 3-453-86076-4
Weblinks
- Sean Connery in der Internet Movie Database
- Homepage von Sean Connery (englisch)
- Sean Connery Fansite (englisch)
| Bild:Wikiquote-logo.png | Wikiquote: Sean Connery – Zitate |
Sean Connery (1962-67, 71, 83) | George Lazenby (1969) | Roger Moore (1973-85) | Timothy Dalton (1987-89) | Pierce Brosnan (1995-2002)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Connery, Thomas Sean |
| ALTERNATIVNAMEN | Sean Connery |
| KURZBESCHREIBUNG | schottischer Schauspieler |
| GEBURTSDATUM | 25. August 1930 |
| GEBURTSORT | Edinburgh, Schottland |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
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