Schleimaale
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| Schleimaale | ||||||||||||||||||
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| Bild:Pacific hagfish-300px.jpg | ||||||||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||||||||
| Myxinidae | ||||||||||||||||||
| Gattungen | ||||||||||||||||||
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Der Schleimaal oder Inger ist eines der mehreren im Meer lebenden Chordatiere der Klasse Myxini, auch bekannt unter dem Namen Hyperotreti. Sie bilden neben den Manteltieren (Urochordata), Schädellosen (Cephalochordata) und Wirbeltieren (Vertebrata) einen eigenen Unterstamm der Chordatiere. Sie sind länglich und schlangenförmig und sondern einen klebrigen Schleim (nach dem der typische Vertreter Myxine glutinosa benannt wurde). Inger verwickeln sich selbst zu einem Knoten und kratzen so den Schleim ab, um sich zu säubern.
Anstelle eines senkrecht gegliederten Kiefers wie bei den Kiefermäulern (Gnathostomata), Wirbeltiere, die mit einem Kiefer ausgestattet sind, besitzen sie ein paar horizontal bewegliche Strukturen mit zahnähnlichen Vorsprüngen, um ihre Nahrung abzureissen. Sie dringen sowohl in lebende als auch tote Fische ein und ernähren sich aus dem Innern von ihnen. Marine Fadenwürmer, Ringelwürmer und Plattwürmer gehören auch zu ihrer Beute. Sie sind sehr weit verbreitet und können für Fischer zu einer regelrechten Plage werden, weil sie den Fang bereits verzehrt haben, bevor er ans Land gezogen wird.
Inger sind im Durchschnitt etwa einen halben Meter lang; Eptatretus carlhubbsi ist die größte bekannte Art mit einem Exemplar, das die Rekordlänge von 1,16 m aufweist, wohingegen Myxine kuoi und Myxine pequenoi nicht grösser als 18 cm werden.
Wenn ein Inger sich von seiner Beute loslösen möchte, formt er seinen Körper zu einem Knoten und schiebt diesen in Richtung Mund. Der Knoten bildet dann eine Druckstelle, mithilfe derer sein an einen Saugnapf erinnernder Mund vom Beutetier weggeschoben werden kann. Dies ist eine einzigartige Verhaltensweise in der Tierwelt.
Inger werden in Japan gegessen und ihre Haut wird in Korea zu „Aal-Leder“ verarbeitet.
In den letzten paar Jahren wurden Inger zur Zielscheibe des Interesses für genetische Analysen, welche die Verwandtschaften unter Chordatieren untersuchten. Kürzlich wurde zudem entdeckt, dass der Schleim, den der Inger abgibt, als solcher einzigartig ist, da er reissfeste, fadenförmige Fasern enthält, die chemisch verwandt sind mit denen der Spinnenseide. Forscher suchen heute nach einer möglichen Verwendung des Inhaltsstoffes dieses Gels oder ähnlich aufgebauter synthetischer Gele. Mögliche Anwendungsgebiete umfassen neue, biologisch abbaubare Polymere, Gele als Füllmaterial und als Mittel, um Blutungen bei Unfallopfern und Chirurgie-Patienten zu stoppen.
Ungefähr 64 Spezies sind bekannt, die fünf Gattungen zugeordnet werden. Einige der Arten wurden erst kürzlich entdeckt, da sie einige hundert Meter unter dem Meeresspiegel leben. Einige Vertreter der Schleimaale werden hier aufgelistet:
Gattung Eptatretus:
- Eptatretus burgeri
- Eptatretus deani
- Eptatretus springeri
- Pazifischer Schleimaal, Eptatretus stoutii
Gattung Myxine:
- Myxine capensis
- Inger (oder Nordatlantischer Schleimaal), Myxine glutinosa
- Myxine ios
Siehe auch
Referenz
- J. M. Jørgensen, J. P. Lomholt, R. E. Weber and H. Malte (eds.): The biology of hagfishes. Chapman & Hall, London 1997
- Delarbre et al.: Molecular Phylogenetics and Evolution. 22(2): Seiten 184–192, 2002
- Bondareva and Schmidt: Molecular Biology and Evolution. 20(11): Seiten 1932–1939, 2003



