Schelm
aus Freepedia, der freien Wissensdatenbank
Ein Schelm ist in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes ein Bösewicht oder auch dessen Scharfrichter. In dieser Bedeutung taucht das Wort heute nur noch in der Übersetzung der Devise des britischen Hosenbandordens auf, welche lautet:
- Honni soit, qui mal y pense. (Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.)
Die Verwendung des Begriffes Schelm war noch im 17. Jahrhundert als Verbalinjurie strafbar.
Abweichend vom ursprünglichen Bedeutungsinhalt wird das Wort Schelm heute nur noch in der Bedeutung Schalk oder Schäker verwendet. Ein Anklang an die frühere Bedeutung findet sich noch im adjektivischen Gebrauch des Wortes. Wenn er oder sie schelmisch lächelt, ist das ein vielsagend kokettes Lächeln, hinter dem sich etwas Verschwörerisches oder Verführerisches verbirgt.
Stellte im Mittelalter der Schelm den liebenswerten Bösewicht dar, so war der Schalk der eigentlich hinterhältige Bösewicht. Als Schalksnarr wird die Figur des Till Eulenspiegel zum Ende des Mittelalters weltbekannt.
Das Wort wird heute selten gebraucht, weil es eine allgemein anerkannte Konvention des Gehörigen und Schicklichen voraussetzt, die so nicht mehr vorhanden ist.
siehe: Schelmenroman



