Savanne
aus Freepedia, der freien Wissensdatenbank
Bild:Tarangire-Natpark800600.jpg Bild:Klimadiagramm - Dornsavanne.JPG
Als Savanne werden Gebiete definiert, welche aus Graslandschaften mit einzelnen Bäumen oder Baumgruppen bestehen und in einem Gürtel der äquatornäher als die Steppe der gemäßigten Zonen verläuft. Savanne beziehungsweise savana/sabana bedeutet so viel wie „weite Ebene“.
Der Savannenbegriff
Obwohl die Begriffe „Savanne“ und „Steppe“ zur Bezeichnung bestimmter Vegetationstypen eingeführt wurden, wurde die Bezeichnung ab den 1970er Jahren von Geographen mehr für bestimmte Klimazonen verwendet. Carl Troll hat zunächst vorgeschlagen, in den Tropen alle hygrophilen Pflanzengesellschaften als Savannen zu bezeichnen, ganz gleichgültig, um was für eine Vegetation es sich handelt. Da jedoch hygrophil und xerophil relative und schwer definierbare Begriffe sind, hat Jaeger dem Begriff der Savanne einen klimatischen Sinn gegeben, der nichts mehr mit der zonalen Vegetation zu tun hat.
Die Savanne ist eine Vegetationszone der Tropen, die durch ihren offenen Bewuchs (Grasland) und in relativ regelmäßigen Abständen stehende Bäume charakterisiert ist. Sie treten im Übergangsbereich zwischen der ariden Passatwindzone und dem tropischen Regenwaldklima auf. Entsprechend liegt die Vegetationszone der Savannen zwischen den Vegetationszonen Wüste und tropischem Regenwald.
Der die Vegetation beherrschende Faktor ist hier der Wassermangel. Typische Werte liegen zwischen 500 und 1500 mm Jahresniederschlag (das heißt 500 bis 1500 Liter Wasser pro m² und Jahr). Dieser Wassermangel führt zur für Savannen typischen regelmäßigen Verteilung der Bäume, denn jeder Baum verhindert durch seinen Wasserkonsum einen Gehölz-Neubewuchs in seiner näheren Umgebung.
In der Savanne gibt es wie in allen anderen Klimazonen Tierarten, die sich einerseits der Vegetation dieses Lebensraumes angepasst haben und andereseits die angepaßten Tierarten als Beute schlagen oder als Aas verzehren. Dazu zählen beispielsweise: Gepard, Gazelle, Gnu, Zebra, Elefant, Löwe, Wildschwein und Giraffe.
Es gibt drei verschiedene Arten von Savannen: Feucht-, Trocken- und Dornsavanne:
| Feuchtsavanne | Trockensavanne | Dornenstrauchsavanne | |
|---|---|---|---|
| Lage | Afrika, Asien, Australien, Indien, Südamerika | Afrika, Asien, Australien | Afrika, Asien, Mexiko, Südamerika |
| Klima | 7-8 humide Monate | 4,5–7 humide Monate | 2-4 humide Monate |
| Ø Jahresniederschlag | 1000–1500 mm | 500–1000 mm | 250–500 mm |
| Vegetation | bis zu 2 m hohe, immergrüne Gräser, leicht geschlossener Feuchtsavannenwald, Galeriewälder an Flüssen, Regenfeldbau | brusthohe Gräser, lichter Baumbestand | bis zu 30 cm hohe Gräser |
Anpassungsmerkmale an das Klima: Feucht-, Trocken- und Dornsavanne: Laubabwerfend in der Trockenzeit, mit zunehmender Trockenheit abnehmender Baumwuchs und zunehmender Wuchs wasserspeichernder Pflanzen und andere Anpassungen an die Trockenheit.
Savannen sind insbesondere in Afrika stark verbreitet, treten aber auch in Indien, Australien und im nördlichen Teil Südamerikas auf.
Savannen sind zu unterscheiden von den ebenfalls ariden Graslandschaften gemäßigter Breiten, den Steppen und Prärien und den baumlosen Pampas Südamerikas.



