Satellitenstadt

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Bild:Gropiusstadt closeup.jpg Eine Satellitenstadt ist eine Stadt, die im Umfeld einer größeren Kernstadt angesiedelt ist. Sie ist gegenüber der Trabantenstadt meist eng mit der Kernstadt verflochten, da sie in ihrer Struktur nicht genügend Arbeitsplätze, Versorgungs-, Einzelhandels- und Dienstleistungsfunktionen bietet. Charakteristisch ist ein hoher Auspendleranteil und hat daher vorwiegend einen Schlafstadtcharakter.

Satellitenstädte sind zumeist nicht gewachsen, sondern wurden geplant. Die zentralen Elemente wie Schule, Einkaufszentren, Ärzte u.ä. befinden sich im Kerngebiet (-->Kernstadt und Ergänzungszone, Modell nach O. Boustedt: 1970).

Gegenteil der Satellitenstadt ist die Trabantenstadt.

Die Definition der Begriffe Trabantenstadt und Satellitenstadt ist umstritten, wobei hier der weiter verbreiteten Einteilung gefolgt wird, der auch Heineberg, der Autor des Standardwerkes "Grundriß Allgemeine Geographie: Stadtgeographie" folgt. Z.B. Hofmeister benutzt die beiden Begriffe genau in der umgekehrten Weise.

Eine positive Variante der Satellitenstadt ist die Gartenstadt.

Satellitenstädte werden im englischen als "satellite city", im französischen als "cité satellite" und im russischen als "gorod sputniki 2. Ordnung" bezeichnet. In der Sowjetunion entstanden viele Städte und Siedlungen aus dem Nichts nach dem Vorbild der Satellitenstädte. Diese sind auch unter dem Begriff Mikrorajon bekannt.

Klassische Satellitenstädte

in Deutschland, Baujahre, Zahl der Wohnungen:

Siehe auch Innenstadt, Großwohnsiedlung



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