Südtirol

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Autonome Provinz Bozen-Südtirol
Provincia Autonoma di Bolzano - Alto Adige
Provinzia Autonóma Bulsan - Sudtirol
Basisdaten
Hauptstadt: Bozen
Region: Trentino-Südtirol
Staat: Italien
Einwohner (September 2004) 476.023
Fläche 7.400 km²
Sprach- und Volksgruppen
laut Volkszählung 2001
69,15% deutsch
26,47% italienisch
4,37% ladinisch
it. Kfz-Kennzeichen: BZ
Bezirksgemeinschaften und Hauptorte
Vinschgau (Schlanders)
Burggrafenamt (Meran)
Überetsch-Südtiroler Unterland (Neumarkt)
Bozen
Salten-Schlern (kein Hauptort)
Eisacktal (Brixen)
Wipptal (Sterzing)
Pustertal (Bruneck)
Politik
Landeshauptmann: Dr. Luis Durnwalder
Angrenzende Provinzen und Staaten
Trentino
Provinz Sondrio
Provinz Belluno
Österreich (Tirol und Salzburg)
Schweiz (Kanton Graubünden)

Südtirol, amtlich: Autonome Provinz Bozen-Südtirol, italienisch: Alto Adige (die amtliche Bezeichnung wurde in den 1920ern nach französischer Vorlage geschaffen: Provinz am Oberlauf der Etsch, also 'Hochetsch') oder Sudtirolo, ladinisch: Sudtirol, bildet zusammen mit der Provinz Trient die autonome Region Trentino-Südtirol im Norden Italiens. Im Laufe der Zeit wurden die gesetzgeberischen Befugnisse dieser Region größtenteils an die beiden Provinzen übertragen. Der Name Südtirol entstand im 19. Jahrhundert als Bezeichnung für den südlichen Teil Tirols (ab Bozen). Zugleich wurde für den italienischen Landesteil (Bezirke Trient und Rovereto) auch der Begriff Welschtirol verwendet. Die Grenze zum österreichischen Bundesland Tirol, zugleich italienisch-österreichische Staatsgrenze, verläuft seit dem 1. Weltkrieg am Alpenhauptkamm. Der bekannteste Übergang ist der Brennerpass, über den, mit Brenner-Autobahn und -Eisenbahn, die wichtigste Nord-Süd-Verbindung über die Alpen führt. Etwa 2015 soll dort der Brennerbasistunnel fertiggestellt sein.

Die Landeshauptstadt Südtirols ist Bozen. Offizielle Amtssprachen in Südtirol sind Deutsch, Italienisch und Ladinisch.

Inhaltsverzeichnis

Land und Leute

Südtirol liegt an der "Südseite der Alpen" und vereint die Vorzüge eines Berglandes (besonders im Winter) mit den Annehmlichkeiten eines fast mediterranen Klimas (in den Tallagen). Zahlreiche Museen, Schlösser und Wochenmärkte werden von Einheimischen und Gästen gleichermaßen geschätzt. Bemerkenswert ist ferner, dass die Zahl der "Italiener" (italienische Sprachgruppe) in Südtirol stetig sinkt, während die Zahl der "Deutschen" (deutsche Sprachgruppe) steigt.

Medien

Unter den Printmedien sind besonders die landesweit erscheinenden Tageszeitungen und Magazine zu nennen: Die älteste und verbreitetste Tageszeitung ist die deutschsprachige Tageszeitung Dolomiten, gefolgt (Gründungsjahr und Auflage) von der italienischsprachigen Tageszeitung Alto Adige - Corriere delle Alpi. Weiters gibt es noch den Lokalteil des Corriere della Sera (Corriere dell'Alto Adige), der aus der Tageszeitung Il Mattino dell'Alto Adige hervorgegangen ist und die kleinere Neue Südtiroler Tageszeitung

Unter den Wochenblättern sind die FF-Südtiroler Illustrierte, das Katholische Sonntagsblatt und die Südtiroler Wirtschaftzeitung zu nennen.

Unter den Rundfunkanstalten ist besonders der öffentlich-rechtliche Rai - Sender Bozen, der sein Radio und Fernsehprogramm in allen drei Landessprachen ausstrahlt.

Zusätzlich gibt es eine lokale Fernsehanstalt (VB33) und zahlreiche Lokalradios (unter diesem Weblink findet sich eine Liste der Südtiroler Radiostationen).

Geschichte

Seit der Steinzeit besiedelt (vgl. Ötzi), war das heutige Südtirol von 59 v. Chr. bis zur Völkerwanderungszeit Teil des römischen Imperiums. Zwischen dem 6. und 9.Jh. wurde das Gebiet von den Bajuwaren besiedelt, die dort auf die Langobarden und die romanisierten Ureinwohner stießen. Als Teil des Frankenreiches und später des Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation erlangte es strategische Bedeutung, weil seine Straßen nach Italien führten. Große Teile des Landes wurden den Bischöfen von Trient und Brixen geschenkt. Nachdem aber deren Verwalter, die Grafen von Tirol (vgl.: Meinhard II.), das Land unter ihre Herrschaft gebracht hatten, erhielt das Territorium zusammen mit den Talschaften nördlich des Brenners den Namen Tirol.

1363 ging die Grafschaft an die Habsburger über, die das Land fast durchgängig bis 1918 regierten. 1919, nach dem 1. Weltkrieg, wurde Südtirol von Italien annektiert. Die seitdem zugewanderten Italiener stellen heute etwa ein Viertel der Bewohner des Landes. Südtirol hat heute den Status einer autonomen Provinz innerhalb Italiens.


Weiter im Hauptartikel: Geschichte Südtirols.

Berühmte Südtiroler

Siehe Portal:Südtirol/Persönlichkeiten.

Städte

Deutsche/Italienische Namen

Bekannte Berge und Täler

Eine Auswahl der berühmtesten Berge zu treffen, ist in einem bergigen Land wie Südtirol nicht einfach.

Der Ortler ist mit 3905m der höchste Berg Südtirols. Der Rosengarten bildet mit seinem Nachbarn, dem Schlern, ein eindrucksvolles Bild. In einem Atemzug sollte man auch die Drei Zinnen erwähnen, die sich im Osten Südtirols befinden.


Mehr Berge gibt es im Südtirol Portal

Die Haupttäler sind: Etschtal, Eisacktal und Pustertal.

Südtirols Seen

Die Seen Südtirols (Auswahl): Reschensee, Kalterer See, Haidersee, Karersee, Pragser Wildsee, Vernagtsee, Montiggler Seen, Mühlwalder See

Siehe auch

Bild:Commons-logo.svg WikiCommons: Südtirol – Bilder, Videos oder Audiodateien

Weblinks



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